Familienbesuch – Take 3

Heute nun der dritte und letzte Teil der Familiensaga zum Besuch. Nachdem wir die Frage geklärt hatten, wann ein Frühstück ein Frühstück ist und was genau in einem schottischen Kühlschrank Standard ist, klären wir hier die Frage Home oder Away.

Take Away oder Home Cooking?

Ich zeige dem Mann die Speisekarte des Café Sia. „Schau doch mal, das ist unsere Lösung. Hier ist für jeden was drauf. Es gibt auch Pizza mit Würstchen.“

Er ist nicht überzeugt und auch wenn seine Familie umgekehrt so gut wie nie was kocht, wenn Besuch kommt, er hätte es wohl gerne gesehen, wenn wir unseren Gästen home cooking geboten hätten. Take Away ist in Glasgow eher Standard als die Ausnahme. Das ist in Deutschland sicherlich anders. Aber so richtig klar sagt er auch nicht, was er will,

Ich beschließe, taktisch klug zu agieren in diesem potenziellen deutsch-schottischen Mienenfeld.

„Lass es uns doch heute Abend mal testen. Hast du Lust? Wir fahren einfach hin und schauen, ob sie das mit der Pizza nach machen. Sie bieten ja auch noch andere Sachen an, da laufen wir keine Gefahr, an zwei Abenden hintereinander das Gleiche zu essen.“

Er brummt etwas Unverständliches und schickt sich in sein Schicksal.

Am Abend fahren wir auf die Isle of Skye. Telefonisch haben wir zwei Pizzen für 18 Uhr bestellt. Mit zwei göttlich duftenden Kartons kommt er zurück ins Auto und überbringt die schlechte Nachricht.

Take away machen sie eigentlich nicht mehr, auch wenn es noch auf der Webseite steht. Und die Preise sind happig, die zwei Pizzen haben £ 25 gekostet.“ erklärt er, während er sich mit den Kartons auf dem Beifahrersitz niederlässt.

Pizza vegetarisch Café Sia, Broadford, Isle of Skye

Pizzaduft füllt das Auto, durch das Fenster kommt die salzige Luft vom Meer. Die Möwen beobachten uns aufmerksam von oben, während sich die Sonne langsam anschickt unterzugehen.

„Lass uns ein paar Meter fahren“, schlage ich vor. Der Pizzamann auf dem Beifahrertisch nickt.

Mi einem Blick auf die Sonne steuere ich direkt Carr Brae an, der allerbeste Ort auf der Welt, um eine Pizza aus dem Karton zu essen. Oder habt ihr einen besseren?

Sonnenuntergang Eilean Donan Castle

Noch am selben Abend habe ich vier Lachsfilets aus der Gefriertruhe genommen und sie am nächsten Tag mit Reis und wahlweise Gemüse im Garten unter der Pergola serviert.

Und was sagt der Cousin des Mannes?

„Ich dachte, es gibt Würstchen!“

Familienbesuch – Take 2

Wir bekommen Besuch. Eigentlich keine besondere Sache, aber in Corona Zeiten wirklich nicht einfach und schon gar nicht, wenn der Mann mitmischt.

Wir freuen uns, denn sein Cousin samt Frau haben sich angekündigt, beides Biker, die Männer schon seit der Kindheit eng miteinander verbunden und auch wir Frauen verstehen uns gut. Wir organisieren also ein Treffen? Äh, ja…. alles nicht so einfach, wie ihr bei der Frage des Frühstücks in Teil 1 sicher bemerkt habt.

schottischer Kühlschrank Standard

Zwei Tag vor dem geplanten Besuch frage ich vorsichtig nach, wie er sich das mit den Würstchen so gedacht hat. Er sagt, er macht Bacon, Eggs and Sausages. Zu seinen Würstchen haben sich gedanklich also Eier und Speck gesellt. So etwas hatte ich fast vermutet. Eben doch ein Frühstück.

„Und wo sind der Speck, die Brötchen und alles andere, was man dazu braucht? Gehst du einkaufen?“ frage ich.

Er schaut verwirrt. Er hatte wohl angenommen, dass auf eine magische Art einfach alles so in der Küche erscheint, weil es sich ja um nichts großes, sondern nur um Eier, Würstchen und Speck handelt. Schottischer Kühlschrankstandard quasi. Eier, Würstchen und Speck stehen aber nicht auf meinem Essensplan und sind im germanischen Kühlschrank absolut verzichtbar. Ich stelle fest, dass wir ein Planungsproblem haben.

Gluten, Laktose, Cholesterin

Ich komme wohl um das Kochen nicht drumrum, denke ich. Ich arbeite gerade viel und Vollzeit von Schottland aus und habe unter der Woche definitiv keine Zeit einkaufen zu fahren. Frühestens Samstag aber da kommen sie ja schon um 12 Uhr und zum Supermarkt sind es im Sommer knapp zwei Stunden Fahrt. Im Winter ohne Touristen schafft man es in 90 Minuten. Jetzt im Herbst sind wir irgendwo dazwischen. Dennoch. Ich müsste um 6 Uhr losfahren, wenn ich um 12 Uhr gekocht haben will…

„Wie ist das noch mal mit ihrer Diät?“ erkundige ich mich beim Mann.

Er startet eine neue Konversation auf WhatsApp. Dann berichtet er.

„Also, er isst alles, außer Salat und Gemüse. Sie isst Salat und Gemüse, außerdem gluten- und laktosefrei. Beide essen Fleisch nur extrem durchgebraten.“ Der Mann nickt zufrieden. Alles ganz simpel.


In meinem Kopf stehen ganz viele Fragezeichen, denn ich muss diese zwei Diäten mit der des Mannes und mit meiner kombinieren. Wegen der Magenprobleme bin ich weg von scharf und fettig, aus ideologischen Gründen weitgehend weg vom Fleisch, ich esse mit Vorliebe italienisch. Der der Mann mag keine Pasta.


Die nächste Nacht kann ich nicht schlafen, weil mein Kopf verzweifelt versucht zu ergründen, was ich kochen kann für vier Personen mit unterschiedlichen Bedürfnissen, ohne gleich vier verschiedene Mahlzeiten zubereiten zu müssen, zumal man die ja auch noch draußen im Regen servieren muss. Ein Rätsel, das mir Nerven und Schlaf raubt.

Am nächsten Morgen bin ich schlecht gelaunt und beschließe, wir besorgen Essen. Das Café Sia auf der Isle of Skye macht auch glutenfreie Pizza. Inzwischen haben die nicht nur das Restaurant, sondern auch noch einen Imbiss übernommen. Da kann man Pizza holen. Einen Tisch bestellen können wir ja nicht, weil Cousin und Frau wegen Corona nicht in andere Häuser gehen. Ich habe die Lösung, Pizza essen alle. Heureka!

Nächstes Mal: Warum ist es am heimischen Herd so schön und der schottische Pizzamann.

Familienbesuch – Take 1

Wir bekommen Besuch. Eigentlich keine besondere Sache, aber in Corona Zeiten wirklich nicht einfach und schon gar nicht, wenn der Mann mitmischt.

Wir freuen uns, denn sein Cousin samt Frau haben sich angekündigt, beides Biker, die Männer schon seit der Kindheit eng miteinander verbunden und auch wir Frauen verstehen uns gut. Wir organisieren also ein Treffen? Äh, ja….

Es ist der Sommer 2021. Allein schon die Wahl des richtigen Wochenende ist schwierig, obwohl ich noch einen ganzen Monat habe, bevor ich mich wieder nach Deutschland verabschiede. Am ersten Wochenende bekommen sie Holz für den Ofen, am zweiten haben sie Hochzeitstag und am dritten regnet es in Strömen. Nun also, an meinem letzten Wochenende in Schottland, klappt es endlich. Allerdings regnet es auch an diesem Wochenende. Ist aber ja auch nichts Neues hier in den Highlands. Das Problem mit dem Regen ist nur, wir treffen uns draußen und nicht drinnen, weil sie wegen diverser Krankheiten nicht gegen Corona geimpft werden kann. Um die Sicherheit für alle zu gewährleisten, müssen wir Abstand waren und uns draußen treffen.

Wie machen wir das mit der Toilette, frage ich mich. Ich frage mich noch 1000 andere Sachen und versuche alle zu lösen, während der Mann das alles fröhlich vor sich hin ignoriert. Wird schon irgendwie…. denkt der Schotte und entspannt. Aber was, wenn…. denkt die Deutsche und hadert. Ich mache also die ersten Pläne. Was kochen wir, wie kochen wir, wo sitzen wir. Klingt leichter als es ist.

Grillen und al fresco dining in Schottland

In der leisen Hoffnung, dass der Mann sich an der Organisation irgendwie mit beteiligt, frage ich: „Wie wäre es mit BBQ?“ Schließlich übernehmen andere Männer im Sommer auch das Kochen im Freien. Es ist August also kalendarisch durchaus Sommer.

„Haben wir nicht noch eines dieser fertigen BBQs in der Scheune? Die, die man als Ganzes im Supermarkt kaufen kann, mit Kohle und allem?“

Ich hatte ihm ja mal einen ziemlich coolen amerikanischen Smoker gekauft, aber der ist unbenutzt vor sich hingerostet, weil der Mann in seiner schottischen Panik vor rohem Fleisch Smoker zwar toll findet, sie aber nie selbst benutzen würde. Ich streiche den Gedanken an BBQ, zumal das auch eine andere Problematik hat.

Wir haben eine Sitzecke im Garten, die ist aber direkt neben dem Öltank.

„Wollen wir da nicht woanders sitzen, wenn wir ein Feuer machen wollen“, frage ich.

„Wir können nicht woanders sitzen, weil wir die Pergola da aufgestellt haben wir brauchen die Pergola, weil es regnen wird“, sagt der Mann.

„Können wir nicht die Pergola mal woanders aufstellen?“ will ich wissen.

Der Mann meint nein, weil es keinen anderen Fleck gibt, der großflächig eben wäre und weil die Pergola umständlich zu transportieren ist.

„Dann stellen wir die Pergola auf den Strand. Das wird super mit dem Blick auf die Berge und dem Rauschen der Wellen.“

Der Mann sieht mich an als hätte ich ihm vorgeschlagen, in der Hudson Bay eine Beach Party zu veranstalten.

Okay! Also aus Sicherheits- und Positionsgründen kein BBQ. Schade eigentlich!

Die schottische Definition von Frühstück

Also beschließe ich, zu kochen, aber was nur? Und vor allem wann?

„Kannst du mal nachfragen, wann sie kommen wollen: zum Frühstück, Mittagessen oder Abendessen?“

Der Mann beginnt eine WhatsApp-Konversation mit seinem Cousin, weil ich wissen will, wann sie kommen, morgens mittags oder abends. Das könnte ja Einfluss auf das Essen haben. Bei dem Mann hat sich aber das Grillen von Würstchen im Kopf festgesetzt und er denkt über schottisches Frühstück nach. Dabei spielt die Uhrzeit keine Rolle, denn offensichtlich kann man Frühstück zu jeder Tageszeit machen. Das wäre bei uns dann eher Brunch und schon in der Mitte des Tages, aber mit etwas Mühe kann ich mich da auch reindenken. Die Definition, ob es sich bei den Würstchen um Frühstück handelt oder nicht, ist noch aus einem anderen Grund wichtig: Frühstück macht der Mann, den er ist viel besser im Wurstwaren und Speck braten als ich.

„Also machst du Frühstück?“ frage ich.

„Nein“, sagt er.“Ich brate doch nur Würstchen.“

Den Gedankengang verstehe ich nicht ganz, aber ich nehme das mal so hin

„Sie kommen um zwölf?“

Der Mann nickt. Gut. Das wäre geklärt. Ich kann mich entspannen und das Kochen den Mann überlassen.

Nächstes Mal: Wie vermeintliche Grundnahrungsmittel in schottische Kühlschränke gelangen – oder eben auch nicht!

Im deutsch-schottischen Medikations-Limbo

Teil 2

Im ersten Teil habe ich euch berichtet, wie unterschiedlich die Behandlungen in schottischen und deutschen Notaufnahmen bei Gallenkoliken war. Nun aber stand die Entfernung der Gallenblase an und auch da lagen Welten zwischen der deutschen und der schottischen Herangehensweise.

Ein paar Tage später bin ich dann wieder im Krankenhaus. Diesmal für die OP. Danach geht es mir wie immer schlecht. Die OP ist gut verlaufen, aber mir ist sowas von schlecht. Ich frage die Schwester, ob sie mir Antihistamine geben kann. Die hatte ich in Schottland bekommen und die hatten geholfen.

verschreibungspflichtige Medikamente in Schottland

Damit kann die Krankenschwester aber nichts anfangen. Es ist nachts und kein Arzt wach im Krankenhaus. Der Mann whatsappt seiner vor Übelkeit fast verzweifelnden Deutschen ein Foto von ihrem schottischen Medikament, das man in schwächerer Form dort auch bei ALDI kaufen kann. Das zeige ich dann der Schwester.

Sie will helfen, geht raus, fünf Minuten später kommt sie zurück mit Rüge im Blick.

„Dieses Medikament verabreichen wir nur sterbenden Kindern und außerdem haben wir sowas gar nicht da. Haben Sie vielleicht jemand, der morgen für sie in die Apotheke gehen und welches besorgen kann?“

Ich liege als Privatpatientin im Krankenhaus und soll jemanden organisieren, der mir meine Medikamente aus der Apotheke besorgt???

Im Laufe der Nacht bekommen sie die Übelkeit aber auch mit den im Krankenhaus vorhandenen Medikamenten in den Griff.

schottische Medikation und deutsche Standards

Ganz offensichtlich haben beide Länder nicht nur zwei grundsätzlich unterschiedliche Gesundheitssysteme, auch die Medikation ist gänzlich anders. Wahrscheinlich ist das auch eine Frage der Pharmaindustrie im jeweiligen Land. Keine Ahnung, ich bin keine Expertin. Ich bin im deutsch-schottischen Medikations-Limbo.

In Schottland bekomme ich Medizin, die man in Deutschland nur in der Palliativmedizin verwendet.

In Deutschland bekomme ich Medikamente, die in Schottland verboten sind und soll mir andere ins Krankenhaus bringen lassen. Ich bin im deutsch-schottischen Medikations-Limbo.

Schräg, oder?

Wenn ich nach er OP nicht meine Bauchmuskeln schonen müsste, ich würde Limbo tanzen bis zum Abwinken – großes hippokratisches Ehrenwort!

Im deutsch-schottischen Medikations-Limbo

Unterschiede zwischen NHS und deutschem Gesundheitssystem

(Teil 1)

Ich war im Krankenhaus und eigentlich hätte ich darüber gar nicht geschrieben. So ein Krankenhausaufenthalt ist schließlich in den seltensten Fällen lustig, interessant oder gar informativ.

Weil es aber in meinem Fall alle drei Kriterien erfüllt, werde ich euch teilhaben lassen an meinen Erlebnissen im deutsch-schottischen Medikations-Limbo, wobei ich mit Limbo den Schwebezustand des Unwissens und nicht den Tanz unter den Stangen meine.

Gerade habe ich die Entfernung meiner Gallenblase gut überstanden. Sie war auch dringend nötig, denn inzwischen hatten mich vier Gallenkoliken erwischt und die sind überhaupt nicht lustig, sondern SEHR schmerzhaft. Der Mann hat inzwischen jede Menge Übung darin, mich in die Notaufnahme zu fahren.

Bei einer Gallenkolik bekommt man in Schottland Morphium gegen die Schmerzen. Das machte mich zumindest beim ersten Mal recht glücklich. Ab dem zweiten Mal stellten sich starke Nebenwirkungen ein – mir wurde speiübel! Und diese Übelkeit dauert Tage an, wenn man nicht etwas dagegen unternimmt. Aber: Eine Tablette und innerhalb von 1 Minute ist man wieder ein glücklicher Mensch. Ich habe berichtet.

Hach, das Leben kann schön sein ohne Schmerzen und Übelkeit.

Kurz vor der Operation in Deutschland erwischte mich nochmals eine Kolik. Dieses Mal musste selbst in die nächste Notaufnahme fahren. Von Morphium wollte man da aber nichts wissen.

„Morphium? Das verabreichen wir nur Sterbenden“, sagt die Krankenschwester mit hochgezogenen Augenbrauen und großer Rüge im Blick, während sie mir die Infusion legt.

„Tschuldigung!“ nuschle ich und weiß gar nicht, warum ich mich entschuldigte.

Da liege ich nun am Tropf mit Novalgin und später an einem mit Buscopan. Die Schmerztherapie dauert drei Stunden im Gegensatz zu den 30 Sekunden Morphium der schottischen Spritze.

„Lustig“, sagt ich zu der Schwester, um eine Konversation zu beginnen. In schottischen Krankenhäusern unterhält man sich, auch wenn einem wegen der Schmerzen öfter die Luft wegbleibt.

„Ich habe vor Jahren in Schottland mal versucht, Novalgin zubekommen, weil ich die anderen Schmerzmittel wie Paracetamol und Aspirin nicht so gut vertrage mit dem Magen. Die Ärztin dort kannte Novalgin aber gar nicht.“

Wieder hat die Schwester die Rüge im Blick, während sie von oben auf mich herabschaut. Ihr sind wohl schweigende Patientinnen lieber.

„Novalgin ist in Großbritannien verboten“, belehrt sie mich. „Da gab es wohl zwei Todesfälle, dann haben sie es gesperrt.“

Während ich so daliege und dieses in Schottland verbotene Medikament langsam in meinen Blutkreislauf tropft, denke ich über diese etwas verwirrenden Bedingungen nach.

Hoffentlich versteht mein Körper, dass er gerade in Deutschland ist!

Fortsetzung folgt

Brückentage

Es gibt durchaus einige Konzepte, die ich dem Mann nicht so wirklich vermitteln kann. Da gehört zum Beispiel auch der Brückentag dazu, denn so etwas wie einen Brückentag gibt es in Schottland schlicht und einfach nicht.

Für mich gibt es Brückentage ebenfalls nicht, weil ich oft an Feiertagen und den Wochenenden arbeiten muss. Aber nun, an Fronleichnam, habe ich auch mal einen Brückentag gemacht und damit vier wunderbare kleine Urlaubstage geschaffen. Wieso habe ich das nicht früher schon mal versucht? Einfach mal frei machen! Herrlich!

©nme Abenteuer Highlands Nellie Merthe Erkenbach Brückentage
einfach mal die Seele baumeln lassen

Warum gibt es in Schottland keine Brückentage?

Gerade im Mai und Juni fallen ja so einige Feiertage auf Donnerstag und dann gibt es eben Freitag den Brückentag. Das ist ein Konzept, das dem Mann völlig fremd ist. Er hat so gut wie keine klassischen Feiertage und wenn er mal welche hat, dann verstecken sie sich meist in den Wochenenden. Aber da gibt es im Vereinigten Königreich ja die wunderbare Variante des Ersatzfeiertags, auch Bank Holdiday Day genannt, weil da die Banken geschlossen haben.

Fällt ein Feiertag auf ein Wochenende, dann schauen die Deutschen blöd aus der Freizeitwäsche, während die Schotten sich verlässlich auf einen freien Montag freuen können. Damit haben sie immer ein verlängertes Feiertags-Wochenende?

Welche Feiertage haben die Schotten?

Seit die Regierung 1871 mit dem Bank Holiday Act den Banken erlaubte, an einem Montag zu schließen, hat der Mann seine Feiertage gesetzlich zugesichert. Außerdem sind die Feiertage oft nicht mehr christlich, sondern haben einen anderen Anlass. Oft wurden in den wirtschaftlichen Zentren wie Glasgow oder Lanark Feiertage geschaffen, die man dann auf die christlichen legte, zum Beispiel der Glasgow Fair, der Glasgower Messe bzw. dem Glasgower Markt, den es seit dem 12. Jahrhundert gibt und bei dem die Schüler in Glasgow frei bekommen.

Sind Feiertage in England und Schottland gleich?

Schottland hat viele andere Feiertag als England, zu anderen Zeiten und mit anderem Gewicht. So ist Weihnachten hier von untergeordneter Bedeutung, das hatte schließlich Queen Victoria durch ihren Ehemann von Deutschland nach England importiert. Für die Schotten ist Hogmanay, also Silvester, ein viel bedeutenderer Feiertag als Weihnachten und der 2. Januar ist hier ebenfalls frei und damit so eine Art verlängerter Ausnüchterungstag für die Schotten, die die Neujahrsfeierlichkeiten damit auf drei Tage ausweiten können.

©nme Abenteuer Highlands Nellie Merthe Erkenbach Brückentage
Strand von Opinan im Januar

Und den letzten Montag im Mai haben sie auch frei, während wir uns am 1. Mai mit Leiterwägen belustigen, wenn nicht gerade Pandemie ist.

Welchen Einfluss hatte Queen Victorias Ehemann?

Betrachtet man aber die Brückentage, dann wir Deutschen im Vorteil, denn wir haben nicht nur einen Tag länger frei, wir können uns durch einen Urlaubstag ganze vier freie Tage erkaufen. Dumm nur, dass diese Tage niemals mit den schottischen synchronisierbar sind.

Es sei denn, ein Deutscher oder eine Deutsche heiratet ins Königshaus ein, so wie einstmals Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha. Der brachte der Insel Weihnachten, der oder die nächste Deutsche vielleicht Feiertage an Donnerstagen. Also mehr Brücken kann ich den deutschen Adelshäusern nun wirklich nicht bauen!

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Abenteuer Highlands 2.0 – zwischen Schwarzwald und Schottland ist da. 

Nach Abenteuer Highlands – mein etwas anderes Leben im schottischen Hochland ist Nellie Merthe Erkenbach mit Abenteuer Highlands 2.0 – zwischen Schwarzwald und Schottland ein weiteres wahres, humorvolles und herzerwärmendes Buch gelungen, in dem zwischen den Zeilen ihre tiefe Liebe für das Land ihrer Liebe durchscheint – Schottland.

Auf in neue Abenteuer Highlands, wo buchende Baroninnen und denkwürdige Dudelsackspieler den Alltag beherrschen, Poeten und tapfere Schneiderlein mit Monstern kämpfen, Moorleichen gar nicht so gruselig sind und Hexen und Geister ganz selbstverständlich. Von Extrawürsten und gefährlichen Frühstücken und der Kunst, trotz Corona und Brexit ein glückliches Leben in der Fernbeziehung hinzubekommen

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Abenteuer Highlands Teil 2 ist da!!!

book cover

Kann eine Seele mehr als nur eine Heimat haben? Sie kann! Und wie.

Nellie Merthe Erkenbach geht in ihr zehntes Jahr Fernbeziehung mit einem Highlander – ein Leben zwischen Schwarzwald und Schottland.

Dem anfängliche Bedürfnis des entscheiden Müssens hat sie widerstanden und ist nun erfolgreich in zwei Welten zu Hause:  dem Schwarzwald, wo sie gerne lebt, gerne isst und ihre Arbeit hat und in den Highlands, wo sie schreibt, fotografiert und Zeit mit dem Mann in der großen Weite der Westküste Schottlands genießt. Das eine schließt das andere nicht aus, im Gegenteil, in zwei Welten zu leben macht die Dinge klarer und bewusster.

Der besondere Charme dieses Lebensentwurfs: die beiden Leben sind gänzlich unterschiedlich. Das deutsche ist hektisch und aufregend, ihre Arbeit beim Fernsehen abwechslungsreich, auch durch die Reisen nach Russland, China, Japan oder Brasilien.

Die Vorzüge des Mondänen hat sie in Deutschland und dem Rest der Welt, In den Highlands dagegen wird es still und ruhig. Nellie Merthe Erkenbach lebt dann zurückgezogen, liest viel, wandert und schreibt über das Land, das sie so gut kennt. Diese Seite ihres Lebens gibt ihr die Kraft, das Hochgeschwindigkeitsleben in Deutschland mit Freude und Energie anzupacken.

Nach Abenteuer Highlands – mein etwas anderes Leben im schottischen Hochland ist Nellie Merthe Erkenbach mit Abenteuer Highlands 2.0 – zwischen Schwarzwald und Schottland ein weiteres wahres, humorvolles und herzerwärmendes Buch gelungen, in dem zwischen den Zeilen ihre tiefe Liebe für das Land ihrer Liebe durchscheint – Schottland.

Auf in neue Abenteuer Highlands, wo buchende Baroninnen und denkwürdige Dudelsackspieler den Alltag beherrschen, Poeten und tapfere Schneiderlein mit Monstern kämpfen, Moorleichen gar nicht so gruselig sind und Hexen und Geister ganz selbstverständlich. Von Extrawürsten und gefährlichen Frühstücken und der Kunst, trotz Corona und Brexit ein glückliches Leben in der Fernbeziehung hinzubekommen.

3d mock up

Das neue Abenteuer Highlands gibt es als Ebook oder Taschenbuch beim Amazon. Ich hoffe es gefällt euch und freue mich auf euer Feedback!

Liebe Grüße,

eure Nellie

Abenteuer Highlands 2.0 ist bald da!

Es ist schon ein Weilchen her, dass ich Abenteuer den Highlands – mein etwas anderes Leben im schottischen Hochland geschrieben und nach dem Rückzieher des Verlags wegen Einstellung der Reihe, in der das Buch erscheinen sollte, das Werk schließlich im Selbstverlag veröffentlicht habe. Seither habe ich zwei weitere Bücher geschrieben, eigentlich drei: Riding Towards Shadows, das 2018 erschienen ist und Schottland für stille Stunden, das zum Jahresende 2020 rauskam. Das gibt es 2021 auch auf Englisch und wird Scotland for Quiet Moments heißen. Wer also gedacht hat, ich sitze in meiner wunderbaren Schreibhütte, schaue aufs Meer und tue nichts, der liegt völlig falsch. Allen Stromausfällen und Sturmschäden zum Trotz: ich habe weitergeschrieben und hier ist er nun, der zweite Teil von Abenteuer Highlands. Der ein oder andere von euch hat schon darauf gewartet.

Abenteuer Highlands 2.0 – zwischen Schwarzwald und Schottland

Abenteuer Highlands 2.0 zwischen Schwarzwald und Schottland

Inzwischen lebe ich seit 10 Jahren in meiner schottischen Fernbeziehung und habe nach dem anfänglichen Gefühl des entscheiden Müssens sehr bald gemerkt, dass eine Seele mehr als nur eine Heimat haben kann. Ich habe zwei zu Hause: eines im Schwarzwald, wo ich gerne lebe, gerne esse und meine Arbeit habe und eines in den Highlands, wo ich schreibe, und meine Zeit mit dem Mann an der großen Weite der Westküste Schottlands genieße. Das eine schließt das andere nicht aus, im Gegenteil, es lässt Dinge klarer werden und man macht sich bewusster, was man will und womit man seine Zeit verbringen möchte.

Der besondere Charme an diesem Lebensentwurf: beide Leben sind gänzlich unterschiedlich. Das deutsche ist hektisch und aufregend, meine Arbeit beim Fernsehen abwechslungsreich, ich reise viel, nach Russland, China, Japan, Brasilien und genieße die Vorzüge des Stadtlebens. In den Highlands dagegen wird es still und ruhig, zurückgezogen. Ich lese viel, wandere und schreibe. Diese Seite meines Lebens gibt mir die Kraft, das Hochgeschwindigkeitsleben in Deutschland mit Freude und Energie anzupacken.

Die Zeit, in der wir getrennt sind, überbrücken wir durch Social Media und ein tägliches Skype-Gespräch von einer Stunde. Und mal ehrlich, in wie vielen Beziehungen spricht man täglich mindestens eine Stunde miteinander? Ein solch intensiver Austausch wird im Alltag oft vernachlässigt. Ich liebe dieses Leben, das ich führe und was als Abenteuer in der Fremde begann, ist nun ein Leben in zwei Welten geworden. Aber auch das kann abenteuerlich sein. Ihr werdet schon sehen!

In Abenteuer Highlands habe ich euch durch ein Jahr in Schottland geführt. Dies sind die wahren Geschichten, die ich in den Jahren seither in meiner Fernbeziehung mit einem Schotten erlebt habe. Nicht in der zeitlichen Reihenfolge, in der sie passiert sind, die bekäme ich gar nicht mehr richtig auf die Reihe, der Mann und ich sind schon so lange ein Paar. Die Struktur ist nicht die Zeit, sondern das Wort, von A – Z: A wie Aberglaube, B wie Banff, C wie Corona usw.

Amüsiert euch über buchende Baroninnen und denkwürdige Dudelsackspieler, lernt Poeten und tapfere Schneiderlein kennen, gruselt euch über Moorleichen, Hexen und Geister, lacht über Extrawürste und gefährliche Frühstücke und findet heraus, wie man trotz Corona und Brexit ein glückliches Leben in der Fernbeziehung hinbekommt.

Taschenbuch und Ebook erscheinen demnächst auf Amazon. Ihr erfahrt natürlich hier, wann es soweit ist.

 

Brexit – und jetzt?

Für ein schottisch-deutsches Paar beginnt nun eine Zeit, die keiner von uns wollte.
Als ob das Leben in der Fernbeziehung wegen COVID19 nicht schon kompliziert genug wäre!
So richtig kann sich keiner von uns auf das neue Jahr freuen.
Ich wünsche euch allen, die ihr mir auf diesem Blog folgt, ein glückliches und gesundes Neues Jahr. Euch geht es ja ähnlich, die meisten von euch warten darauf, wieder nach Schottland zu reisen. Drücken wir uns gegenseitig die Daumen.
Liebe Grüße,
 
Nellie
󠁧󠁢#GoodBye2020 #GoodbyeEU #BrexitReality #BrexitIsland #Schottland #Deutschland