Wort des Tages: Skullduggery
klingt wie ein Pirat mit Zahnschmerzen – bedeutet aber viel mehr.
Es ist eines dieser englischen Wörter, das beim ersten Hören eher nach einem schottischen Getränk, einem räudigen Seemann oder einer missglückten Yoga-Position klingt. Dabei ist Skullduggery (auch skulduggery) ein echtes Sprachjuwel – und so herrlich bildhaft.
Was heißt es?
Kurz gesagt: Heimtücke, Trickserei, durchtriebene Machenschaften – alles, was ein bisschen zwielichtig und ein bisschen charmant ist.
Englisch:
Ein Hauch von Ironie, ein Gentleman mit gezücktem Degen, der die Wahrheit ein klein wenig verbiegt.
“A bit of skullduggery in the House of Lords, what?”
Amerikanisch:
Eher politisch, gerne in Krimis, immer mit ernstem Blick.
“There’s been some skullduggery in the mayor’s office.”
Ursprung?
Kommt aus dem Schottischen – natürlich. Ursprünglich bedeutete es so etwas wie „obscenities“ (Anstößiges), entwickelte sich aber im 19. Jahrhundert in den USA zu „underhanded dealing“. Aus dem derben Fluchen wurde also feines Tricksen. Eine echte Karriere.
Warum wir es lieben:
Weil es so klingt, als hätte sich ein viktorianischer Krimi-Autor mit einem Disney-Schurken zusammengetan.
Und im Alltag?
Wenn jemand im Büro heimlich die besten Kekse klaut? Skullduggery.
Wenn dein Kater plötzlich auf der Tastatur liegt und dein Dokument löscht? Skullduggery.
Wenn du dir selbst ein Stück Kuchen weggegessen hast und so tust, als wär’s der Partner gewesen? 100 % Skullduggery.
Also: Heute ruhig ein bisschen skullduggern. Aber stilvoll, bitte.