denkwürdiger Dudelsackspieler

Schottische Dudelsackspieler hatten in den letzten Jahrhunderten einen sehr gefährlichen Job. Sie spielten nicht nur bei Hochzeiten oder Beerdigungen, sondern auch während Scharmützeln, Schlachten und Kriegen, ohne sich selbst verteidigen zu können. Sie mussten sich auf die Waffen und die Einsatzbereitschaft der Männer verlassen, für die sie spielten. Die Melodien der Dudelsackspieler begleiteten den Clan in den Kampf, der Tod eines jeden wurde intensiv betrauert.

Ein Dudelsackspieler war ein hoch angesehenes Mitglied der Gemeinde, sein Beruf war oft erblich und die Familie erhielt Land und Wohnung für den Dienst am Instrument.  Auf der Isle of Skye waren die MacArthurs piper der MacDonalds, sie lebten im Weiler Hungladder und lehrten ihre Fähigkeiten auf einem Hügel in der Nähe, dem Cnoc a ‚Phiobaire, dem Piper’s Knoll.

Auf dem Kirchhof von Kilmuir erinnert ein Stein an einen dieser Dudelsackspieler, doch die Inschrift wurde nie fertiggestellt. Dies könnte oder auf die Tatsache zurückzuführen sein, dass der Sohn des verstorbenen Musikers im Minch ertrank, bevor er den Steinmetz für den Grabstein seines Vaters bezahlen konnte. Also stellte der Steinmetz die Arbeit ein, denn ohne Geld keine Buchstaben. So will es zumindest die offizielle Hinweistafel.

Der tote Dudelsackspieler muss mehr als einen Sohn gehabt haben. Andernfalls wäre die erbliche Linie der MacArthurs, die den MacDonalds dienten hier zu Ende gegangen. Aber sie waren noch im 18. Jahrhundert die offiziellen Dudelsackspieler. Dieser andere Sohn hätte also den Steinmetz bezahlen können, den Stein des Vaters fertigzustellen und vielleicht den Namen seines Bruders hinzuzufügen. Es ist weitaus wahrscheinlicher, dass die Einstellung der Arbeit am Stein auf einen Rechtschreibfehler zurückzuführen ist, ein doppeltes „the“. Aber warum hat er dennoch Weg in den Friedhof gefunden?

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Poet, Prolet und Grabräuber

Schottland hat im Laufe der Geschichte so einige große Poeten hervorgebracht und nicht alle, waren Poeten im klassischen Sinne. Statt Dichter und Denker waren sie oft Krieger und Kämpfer und eher selten der romantischen Gattung zuzuordnen.

Angus Martin scheint einer dieser denkwürdigen und andersartigen Poeten gewesen zu sein. Er wurde während der Regierungszeit von Mary, Queen of Scots, in einer Zeit religiöser Umwälzungen und politischer Unruhen geboren. Seine Familie hatte einen gewissen Status und war mit den MacDonalds of Sleat verbunden. Angus wuchs heran und wurde Seemann, Soldat und Tacksman, ein Verwalter, der das Land, das man ihm zur Verfügung gestellt hatte, an Bauern weiter verpachten konnte. Es war eine Position der Macht und zeigte das Vertrauen, das der MacDonald ihm entgegenbrachte.

Martin heiratete zweimal, hatte viele Kinder, seine zweite Frau war angeblich eine dänische Prinzessin. Aber so gut sein Verhältnis auch zu seinem Clan Chief war, Angus kam nicht mit dessen Frau  klar, die wollte von ihm eine Ode doch er wollte die Lady nicht lobpreisen. Seine gälischen Zeilen an die Frau seines Chefs waren beleidigend und nicht huldigend, er musste die Insel Skye verlassen. Er ging nach Irland, um zu kämpfen, und kam erst zurück, als ihre Ladyschaft verstorben war, um dann ein weiteres rüdes Gedicht über ihren Tod zu verfassen.

view from Iona

Der Legende nach hatte der streitbare Dichter und fähige Seemann,  auch Angus des Sturms, Aonish na Gaoithe, genannt, auf seinem Weg nach Hause einen Grabstein von einem schottischen Königsgrab auf der Insel Iona genommen und ihn für seine eigene Beerdigung in Kilmuir auf der Insel Skye zu verwenden. Der Stein ist heute noch da, doch an der Wahrheit dieses Teils der Geschichte darf gezweifelt werden, da die schottische Reformation und der damit einhergehende Bildersturm  sowie die Schließung der Klöster bereits in den 1560er Jahren ihren Höhepunkt erreichte,  ungefähr zu der Zeit, als Angus Martin geboren wurde. Bis Angus alt genug war, um nach Iona zu segeln und eine königliche Grabplatte mit nach Skye zu nehmen, kann es nicht mehr viele königliche Gräber gegeben haben, die man ausrauben konnte.

Isle of Skye

Es ist jedoch eine schöne kleine Geschichte und der Stein hat eine Schönheit an sich, egal für wen der Steinmetz ihn einst gemacht hat.

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Schottland Foto Challenge – Isle of Skye von Antje Babendererde

Hier ist Antjes Textbeitrag zur Foto-Challenge:
Halbinsel Waternish. Im Jahr 1578 wurde die kleine Trumpan Church Schauplatz eines fürchterlichen Verbrechens, als die MacDonalds von Uist bei Nacht und Nebel von ihrer Insel herüberkamen, um ihrerseits für ein Massaker Rache zu nehmen, dass die MacLeods in einer Höhle auf der Insel Eigg an ihrem Clan verübt hatten.
Während eines Gottesdienstes verriegelten die MacDonalds die Tür der Kirche und verbrannten alle Kirchgänger bei lebendigem Leib. Man sagt, ein junges Mädchen schnitt sich eine Brust ab, um durch eines der schmalen Kirchenfenster zu gelangen und ihre Leute auf Dunvegan Castle um Hilfe zu holen. Die Krieger der McLeods töteten alle MacDonalds, bevor sie Skye wieder verlassen konnten.
Drei MacLeods errichteten später die St. Clements Church in Rodel auf der Insel Harris, um Buße zu tun für ihre Taten. Steinern ruhen die einstigen Inselherren in Kettenhemd und Spitzhelm auf ihren Gräbern in der Kirche.

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Wer mehr wissen möchte zu der Geschichte in der Kirche von Trumpan oder über St Clement’s in Harris findet das auf Graveyards of Scotland

Burn the church!

an ax wound, mass murder and lust

 

Das war der letzte Beitrag zur Schottland Foto Challenge. Der Gewinner oder die Gewinnerin wird am 8.11.2020 bekannt gegeben. Abstimmen könnt ihr noch bis zum 31.10.2020. Und denkt daran, es zählen die Likes, nicht die Votes. 😉 Viel Glück!

Konsonanten-Bezwingerin

Es gibt Sprachen, bei denen die Aussprache der Vokale (aeiou) eine Kunst ist, andere Sprachen werfen andere Probleme auf. In Schottland sind es in beiden Sprachen, dem Schottischen Englisch (Scots) und dem Schottischen Gälisch, die Konsonanten.

IUniversity of Glasgowmmer wenn ich glaube, eine neue Situation erfolgreich gemeistert zu haben, wartet eine neue Herausforderung um die Ecke – in mein Leben in Schottland hören die Überraschungen nie auf.

 

Wahrscheinlich geht es den meisten so, dazu muss man nicht in den Highlands leben.

Glasgow UniversityAls ich in den 90ern zum Studieren nach Schottland kam, sprach ich ein durchaus passables Englisch, ich hatte ein Jahr in England gelebt und mein Grundstudium der Englischen Philologie abgeschlossen – ich war ein Profi.

Dachte ich.

Dann kam ich nach Glasgow und verzweifelte am schottischen „r“, das ein wenig klingt wie eine Kettensäge im Leerlauf: rrrrrrrrrrrrrhhhhhhhhh

Aber das „r“ war nicht mein einziges Problem.

Die Glasgower Eigenart ganze Sätze wie ein Wort auszusprechen („Hausitgon?“= „How is it going?“ = „Wie geht’s“) und so gut wie jeden Konsonanten gänzlich zu ignorieren und wenn es irgendwie geht zu verschlucken stellte mich ein ums andere Mal vor Probleme, ganz besonders die t’s schienen für Glaswegians einfach nicht zu existieren. Glasgow ist eine Sprach-Welt minus die meisten Konsonanten aber mit vielen „r“s.

Inzwischen beherrsche ich die hohe Kunst des RollendenR-Verstehens und auch die des Konsonantenratens, der Mann ist aus Glasgow, mein Ohr ist trainiert alles zu hören, was er zu verschlucken gedenkt, in der Regel sind es ¾ des Satzes.

Doch anstatt tagein tagaus mit seligem Lächeln über so viel Sprachkompetenz aufs Meer zu schauen und zufrieden zu sein, hab ich eine neue Herausforderung gesucht: eine weitere Sprache. Und jetzt hab ich, was mir so oft gefehlt hat: Konsonanten, unfassbar viele Konsonanten, ein Konsonanten-Overkill.

Ich lerne Gälisch.

Sabhal Mòr Ostaig in the far background

Das College hat mich schon immer fasziniert, es liegt direkt an der Südküste der Isle of Skye, das Panorama ist atemberaubend. Sabhal Mòr Ostaig schien mir schon immer einer der wunderbarste Ort der Welt zu sein, um zu studieren, klar, weiß und lichtumflutet an einem Tag, geheimnisumwittert und nebelverhangen am nächsten. Großes Naturschauspiel 365 Tage im Jahr.

Armadale towards Morvern

IMG_0672Ich bin schon oft an Sabhal Mòr Ostaig vorbeigefahren, nun bin ich zum ersten Mal auf dem Campus: Gälisch 1, der Kurs für Anfänger, 5 Tage lang von Morgens bis Nachmittags, Abends Konzerte, Pubquiz, Cèilidh (sprich: käili).

 

IMG_0674Die alte schottische Sprache ist inzwischen wieder sehr lebendig hier in den Highlands also will ich sie lernen. Doch das stellt sich als recht schwierig heraus, denn Gälisch ist eine Sprache, in der zunächst Mal nichts so ausgesprochen wird, wie man denkt und wenn man sie liest, kommt es einem vor als hätte ein wahnsinniger Linguist in einem Anflug von Buchstabenwahn mit Konsonanten um sich geworfen als hinge sein Leben davon ab. Die meisten Redewendungen haben viel mehr unausgesprochene Buchstaben als ausgesprochene.

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So spricht sich ein Donald im Kurs auf Gälisch Domhnall geschrieben ganz simpel Dol, man hätte also einfach den „mhnal“ – Teil rauslassen können. Um das Ganze dann noch etwas mehr zu komplizieren gibt, es im Gälischen eine direkte Anredeform (Vokativ), dann schreibt sich Donald a Dhomhnaill die Ausspache klingt ungefähr wie „ach’oil“ mit Halskratzen. Ich habe gleich am ersten Tag beschlossen Donald, so wenig wie möglich anzusprechen.

Unser großartiger Lehrer Ciaran weckt auch in uns seine Liebe zur Sprache und wenn man sich erst mal reingehört hat, wird alles leichter, es gibt nämlich Regeln und eine sehr logische Grammatik. Vielleicht einer der Gründe, warum es inzwischen auch viele Deutsche nach Sabhal Mòr Ostaig zieht.

IMG_0651Auf jeden Fall gibt es jeden Menge deutsch klingende Wörter, nicht alle aber sind, was sie zu sein versprechen.

Das Mittagessen ist im kleinen Café Ostaig fast immer „Brot agus aran agus im“. Also Suppe mit Brot und Butter wobei Brot Suppe und nicht Brot ist. Aran ist Brot.

Ganz schön verwirrend für eine Deutsche aber an Tag drei kann ich es fehlerfrei auf Gälisch bestellen. Stolz!

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Unsere Klasse ist schottisch international und großartig, unser Lehrer ein Geschenk und nach einer Woche Spaß und Grammatik ist die Klasse Gälisch 1 so weit, wir haben unseren Auftritt beim großen Cèilidh: wir singen das Lied von Mòrag und ihrer Hochzeit. Singen gehört im Gälischen zu allem, was man tut. Also singe ich auch. Ich singe sonst nur im Auto.

Jetzt singe ich vor allen anderen Studenten stolz wie Oskar, dabei hasse ich es eigentlich, auf die Bühne zu gehen, meinen letzten Auftritt hatte ich glaube ich als Sonnenschein in der zweiten Schulklasse,  eine stumme Rolle, ich musste nur scheinen.

Auf Gälisch singe ich Si Mòrag und überlebe das anschließende Tanzen (dank Domhnall), denn es geht ziemlich wild zu, da wird im Kreis gewirbelt und wild gedreht bis es blaue Flecken gibt, aaaaauuuuaaaaa

Kommt vielleicht von den vielen unausgesprochenen Konsonanten. Irgendwann müssen sie wohl einfach mal raus….. mmmmkkkkrrrrrssssscccccchhhhhhhppppfffffffff

 

 

 

 

Horden mit Hammer

Clearance Villages Walk (33)Man sollte in den Highlands immer mit allem rechnen aber mit Hammer-Horden in der Einsamkeit???

Um all den verständnislosen Lesern beim kryptischen Eingangssatz hilfreich zur Seite zu springen: ich war wandern auf der Isle of Skye. Natürlich wieder ein Abenteuer.

Es war ein trüber Tag, der Trockenheit versprach, was diesen Sommer nun schon ein Grund ist, sich in die Natur zu stürzen. Wärme wird allgemein überbewertet. Ich hatte die Sommerstrickmütze dabei.

Clearance Villages Walk (64)Die Tour führt über 17 Kilometer vorbei an einem ehemaligen Marmor-Steinbruch samt Transportbahnlinie zu zwei verlassenen Dörfern. Es kommt mir fast so vor, als könnte ich noch die Schläge der Hämmer hören, mit denen der edle Marmor ausgelöst wurde. Vielleicht von drüben, dem heutigen Marmorsteinbruch.

Kaum habe ich auf dem schmalen Pfad die Gruppe schwatzender Französinnen samt ihrer schweigenden Ehemänner überholt habe, kann ich endlich in die grandiose Kulisse eintauchen und über die traurige Geschichte all jener nachdenken, die einmal das Privileg hatten, hier zu leben.

Clearance Villages Walk (4)

Clearance Villages Walk (42)Bauern, die 1852 brutal aus Boreraig und Suisnish vertrieben wurden. Grundbesitzer Lord MacDonald ließ ihre Häuser niederbrennen, er brauchte das Land, damit die Schafe ungestört grasen konnten, im 19. Jahrhundert eine sprudelnde Geldquelle. An den armen Bauern ließ sich dagegen nichts verdienen und damit war klar, wessen zuhause der schöne Landstrich im Südwesten der Insel künftig nicht sein würde.

Clearance Villages Walk (24)In Boreraig standen einst 12 Steinhäuser und 15 Stallgebäude, heute nichts als Ruinen im wilden Grün.  Ich setze mich auf eine alte Steinmauer, vielleicht die Wohnzimmerwand einer jungen Familie, vielleicht die Stallmauer eines angesehenen Altbauern und schaue den Schafen zu, die wie weiße Eroberer ihren Dschungel abgrasen.

Clearance Villages Walk (31)Aus der Ferne klingen wieder Schläge zu mir herüber. Als ob jemand gegen Steinwände hämmert. Ich kann aber nicht erkennen, wo und wer. Die Geister der vertriebenen oder die Geister der Vertreiber?

Clearance Villages Walk (39)

Inzwischen haben mich die Franzosen wieder eingeholt. Die Madames schwatzen immer noch. Ihre Männer schweigen und prüfen die Route auf der Karte um dann ihre redseligen Gefährtinnen aus meiner Hörweite zu geleiten.

Die Hammerschläge haben aufgehört und auch ich wandere weiter.

Die beiden Dörfer verbindet ein schmaler felsiger Pfad, der die Klippen entlang führt. Ein paar Meter unterhalb von mir steht ein zerzaust aussehender junger Mann und schwingt einen Hammer. Der Schweiß steht ihm auf der Stirn. Dann sieht er mir halbwirr in die Augen, dreht sich um und verschwindet zwischen den großen Felsbrocken.

Ein Hammermörder? Versteckt er sich, um besser attackieren zu können? Drüben ist noch jemand…hat der auch einen Hammer?

Clearance Villages Walk (46)Unheimlich, vor allem hier in der Einsamkeit.

Clearance Villages Walk (47)Ich erreiche das nächste verlassene Dorf, kurz nachdem ich die Franzosen wieder überholt habe. Die Frauen reden immer noch. Sie beherrschen die Kunst der Sätze ohne Punkt und Komma wie einst nur Dieter Thomas Heck. Ihre Männer haben das schweigende Nichtzuhören wohl über viele Jahre hinweg perfektioniert.

Eine halbe Stunde später höre ich wieder Hammerschläge.

Ist das hier das internationale Treffen der Hammermörder oder was? Jetzt sehe ich junge Frauen an einer Felswand hoch über mir. Hämmern die?

Clearance Villages Walk (11)

Dann taucht vor mir noch eine junge Frau mit einem riesigen Hammer auf.

Ich spreche sie an doch sie antwortet nicht.

Ich versuche es nochmal.

Sie nimmt ihre Ohrstöpsel raus und sieht mich freundlich an.

Entschuldigung aber warum läuft denn hier jeder mit einem Riesen Hammer rum, frage ich mit respektvollen Blick auf das mörderische Teil.

Oh sagt sie, wir sind Geologie Studenten. Wir sind auf Exkursion.

Aha, also kein Mördermeeting im schottischen Hochland sondern Wissenserweiterung mit dem Werkzeug der Steinexperten. Daher die Horden mit Hammer.

Dann schließen die Französinnen wieder zu mir auf.

Sie reden noch immer.

Hätte ich einen Hammer, ich schwänge ihn wild über meinem Kopf und vertriebe sie so gnadenlos wie einst Lord MacDonald seine Bauern.

Auld Alliance hin oder her! Ich wollt ich wär noch Student!

Clearance Villages Walk (8)

 

 

 

Wanderung zur Wikinger Werft

Die gute Nachricht zuerst: wir haben tatsächlich gesehen, was wir erwandern wollten. Das war ja nicht immer so (https://abenteuerhighlands.wordpress.com/2013/07/25/wandern-2/). Und wir mussten uns auch nicht durch Schlammbäder oder Waldwüsten quälen (https://abenteuerhighlands.wordpress.com/2014/06/02/und-zweitens-als-man-denkt/). Das Klettern am Klippenabgrund vergesse ich mal genauso schnell wieder wie den ersten Schritt.

Herrliches Herbstwetter hatte uns auf die Isle of  Skye gelockt:. Der Mann hatte eine Route ausfindig gemacht, an deren Ende eine uralte Wikinger Werft zu sehen sein sollte. So richtig konnte ich mir unter einer Wikinger Werft nichts vorstellen. So eine Art Anlegestelle aus Holz hatte ich vermutet.

Rund 15 Kilometer begannen mit einem falschen Schritt . Für eine von uns….

Rubh' an Dunain (1)

Den weiteren Verlauf der Wanderung konnte ich einigermaßen fehlerfrei gestalten.

Rubh' an Dunain (11)Entlang der blauen See und den herbstbraunen Hängen zog sich der Pfad Richtung Westen. Nach gut zwei Stunden tauchte eine verlassene Siedlung auf. Schon zuvor waren wir auf lange Steinmauern gestoßen, die wie graue Ketten die Hügel entlangzogen. long forgotten viewDie Ruine eines außergewöhnlich hohen Hauses zeugte vom Reichtum der Siedlung, die wohl Ende des 19. Jahrhunderts verlassen wurde. Heute ist die Landspitze nichts als Wildnis und Einsamkeit. Als die Macaskills noch hier gelebt haben, muß es ein blühendes Dorf, voller Menschen, Schafe, Hochlandrinder und natürlich Fisch gewesen sein.

Rubh' an Dunain (20)

Das kleine Loch na h-Airde ist ein Süßwassersee und damit hervorragend zur Fischzucht geeignet. Das Loch liegt unterhalb der verlassenen Siedlung.

Loch na h'Airde

Wikinger hatten genau hier, in der Verbindung von Loch und Meer einen kleinen Kanal ausgehoben und befriedet. Hier wurde Schiffe gewartet und aus den unruhigen Gewässern in Sicherheit gebracht, wenn nötig. Was für ein lebhaftes Treiben muß hier geherrscht haben vor rund siebenhundert Jahren.

Wir stehen vor der Wikinger Werft.

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Seit dem 8. Jahrhundert waren die Wikinger an Schottlands Küsten eingefallen; raubend, brandschatzend und vergewaltigend. Aber sie ließen sich auch nieder und siedelten. So wie hier am Rubh‘ an Dunain, einer Landzunge im westlichen Teil der Insel Skye. Bis ins 15. Jahrhundert dauerte der Einfluß der Wikinger in Schottland, der sich vor allem auf die Inseln erstreckte: auf Orkney, Shetland, die Hebriden und weiter südlich auch die Isle of  Man. Auf Skye zeugen noch heute zahllose Ortsnamen von der intensiven Kolonialisierung der Nordmänner. Und eben die Werft.

Rubh' an Dunain (50)

Unterwasserarchäoloen haben bei der Wikinger Werft Schiffsreste aus dem 12. Jahrhundert gefunden. Es soll sich um ein 6 Meter langes Ruderboot gehandelt haben.

Wir haben leider nur einen toten kleinen Schweinswal gefunden.

porpoise

Für mehr Informationen zur Wikinger Werft:

http://canmore.rcahms.gov.uk/en/site/11028/details/skye+rubh+an+dunain+viking+canal/

 

…. und zweitens als man denkt.

Meine Zeit in Schottland geht schon wieder zu Ende und es stehen noch so viele Dinge auf der Liste, die ich eigentlich tun wollte. Manches hab ich geschafft, eine Wanderung beispielsweise, eine, die ich schon immer mal machen wollte. Ich habe gerade ein Bergsteigerbuch gelesen.

Ich fühle mich vom Mount Everest, dem Kangchengzönga und dem Matterhorn inspiriert und beschließe, mich an die 15 Kilometer Glenelg-Ardintoul-Totaig zu machen. Ich habe immerhin einen Berg auf meiner Route und den Smythschen Geist (27 Bücher und noch mehr Gipfel) in mir.

Auch mein Berg ruft!

Ich fühle mich schon ganz elegisch.

“On a hill it is possible to sense the unity and continuity of life, a rhythm that sends men and worlds on their way (..) He who finds beauty on a hill finds also an answer to a thousand questions. “             

Frank S. Smythe: A Mountain Vision; Hodder and Stoughton, 1941, P.6

Großartig, denke ich. Die Einheit des Seins, der Mensch, die Welten und die Schönheit der Berge und die Antwort auf tausend Fragen noch dazu.

Ich greife zum Telefon und bestelle den Bus.

Wenn der hier halten soll, dann muß man eine Anfrage stellen. Halt vor der Haustür gibt es nur auf Anfrage. Ich frage an (mindestens 21 Stunden im voraus) und der Bus hält. Ich bin der einzige Fahrgast, abgesehen von der älteren Dame mit den Einkaufstüten aber die schläft. Nach 20 Minuten und 3 Pfund 10 bin ich am Ausgangspunkt meiner Wanderung.

Am Anfang des WegsIch kann es kaum erwarten, den „Rhythmus zu spüren, der Mensch und Welten auf den Weg schickt.“

Glenelg-Ardintoul-Totaig walk (13)Sanft schlängelt sich der Pfad durchs Ufergrün, blau stahlt die See und die Möwen schreien über den Felsen des Sound of Sleat.

Glenelg-Ardintoul-Totaig walk (15)Ich erreiche den Strand von Ardintoul nach etwa einer Stunde. In der salzigen Meerluft schmeckt mein Schinken mit Ei Sandwich noch viel beser. Ich lege mich ins Gras und fühle die Schönheit der Berge vor mir. Ich atme den Geist großer Bergstieger!

Glenelg-Ardintoul-Totaig walk (19)Noch bin ich auf Meereshöhe, fühle mich aber schon als hätte ich keine Fragen mehr, als wär ich Reinhold Messner und Louis Trenker in einer Person. Ich und der Berg!

Der Wanderführer rät in Ardintoul links halten, dann geht es in den Aufstieg. Ich finde die Weggabelung und halte mich links. Nach einer Weile erreiche ich das letzte Haus im Weiler. Ein alter Mann sieht mir entgegen. Er will mir bestimmt auf Gälisch einen guten Weg wünschen. Weit gefehlt, er ist Engländer und sagt mir, daß ich auf dem falschen Weg bin. Ich kann es mir nicht erklären. Seine Frau kommt dazu und beide beschreiben mir den richtigen Weg. Sie sagt es geht links am Wald entlang, Er sagt rechts. Beide sind sich einig, daß ich am besten die Abkürzung über den Hügel hinter dem Haus nehme. Ein wenig cross country und ich sei wieder auf dem richtigen Pfad. Ich folge dem Rat und mache mich auf ins Gelände.

Hinweis: Ein wenig cross country gibt es nicht in den Highlands!

Glenelg-Ardintoul-Totaig walk (10)Ich stolpere durch einen Bach, greife in Brennesseln und kratze mich an einem Dornenbusch, völlig erschöpft erreiche ich schließlich etwas, das ein Pfad sein könnte. Könnte aber auch einfach nur ein Schafweg sein. Oder Einbildung. Ich gehe ihn eine Weile und entdecke schließlich ein Schild. Ich bin auf dem richtigen Weg.

Hinweis: Ein Weg ist immer relativ in den schottischen Highlands!

Binsen, Steine, Schotter, Äste – der Weg lässt Raum für Interpretationsfreiheit: Kann ein Weg sein, kann aber auch nicht. Unsicher interpretiere ich mich bergauf. Da fällt es mir wieder ein, daß ich eine Wanderbeschreiburg meiner Strecke gelesen habe, in der ein freundlicher älterer Mann einem zu früh abgebogenen Wanderer eine komplett falsche Wegbeschreibung gegeben hatte und den Wanderer damit bis an den Rand der Erschöpfung trieb……

Hinweis: Wegweiser sind Vertrauenssache in den schottischen Highlands!

Glenelg-Ardintoul-Totaig walk (24)Was einstmals Wald war, ist nun hässliche, abgeforstete Baumwüste. Kahlschlag gibt es überall und mit dem Wiederaufforsten haben sie es nicht so hier. Ich komme mir vor wie Mad Max auf Bergtour und denke mir: „Schlimmer kann es nicht kommen.“

Hinweis: Es kann immer schlimmer kommen in den schottischen Highlands!

Dem Freitod nahe, erklimme ich nach einer weiteren Stunde den vorläufigen Gipfel, nun beginnt der Restwald, den sie wohl wegen der schwere Zugäglichkeit nicht abgeholzt haben. Dicht gepflanzt hält er Wind und Sonne vom Boden ab. Das Ergebnis lässt sich leicht an meinen Schuhen ablesen.

Glenelg-Ardintoul-Totaig walk (29)Ich denke über Moorleichen und Sinklöcher nach und frage mich, wie man das hier einen Weg nennen kann.

Hinweis: Schlammbäder sind kostenlos in den Highlands!

Ich rutsche den Hang entlang und denke mir: „Schlimmer kann es nicht kommen.“

Glenelg-Ardintoul-Totaig walk (26)Der weiche Boden hat den zu dicht gepflanzten Bäumen wenig Halt zu bieten. Kaum habe ich es aus dem schlimmsten Schlamm geschafft, muß ich über massige Baumstämme klettern, von denen keiner weiß, ob sie nicht noch weiter abrutschen, wenn ich drüber zu steigen versuche. Ich überlebe auch das und schaffe es endlich aus dem Wald auf eine weitere Kahlschlagfläche.

Glenelg-Ardintoul-Totaig walk (31)Der Blick ist atenmberaubend. Die Sonne scheint und der Wind ist nicht mehr als ein leichter Hauch von Sommer. Ich setzte mich aud das weiche, moosige Gras, höre den Kuckuck und schaue aufs Meer. Ich bin ganz oben, eins mit mir, der Welt und ….. beginne wie eine Wahnsinnige um mich zu schlagen, mich um die eigene Achse zu drehen, zu fuchteln und dann schleunigst die Flucht zu ergreifen. Die Mückenplage!

Hinweis: Midges wird man nur mit Wind, Regen oder Flucht los in den schottischen Highlands.

Glenelg-Ardintoul-Totaig walk (35)Irgendwann bin ich von meinem Berg wieder unten. Ob der Nagar Parbat auch solche Gefahren birgt? Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen.

Ich bin nach über fünf Stunden wieder bei uns an der Straße angekommen. Ich wandere an den Fereienhäusern entlang. Der Schlamm reicht mir bis an die Hüften. Vom Bergsteigen hab ich erst mal genug und bin froh, wenn ich mein „Basislager“ erreiche. Ich sehen aus wie der Ötzi und ich fühle mich auch so. Ich will ein heißes Bad und ein Glas Wein.

Hinweis: Wenn der Berg ruft, höre ich nicht mehr hin in den schottischen Highlands.

Gott sei Dank ist der Mann später dran als geplant und noch nicht zu Hause. Die Mädels vom Gälisch Unterricht haben ihn aufgehalten. Als hätten sie geahnt, daß sich die „Bergexpertin“ erst mal vom Schlamm ihres Abenteuers befreien möchte. Ich sehe nämlich nicht aus, als hätte ich „den Rhythmus gespürt, der Mensch und Welten auf den Weg schickt.“

Danke Mädels, auf euer Berggefühl ist Verlaß!!

 

 

Friedhöfe

Eines der ganz wunderbaren Dinge am Leben in der schottischen Wildnis ist die Freiheit so zu sein, wie man ist. Gerne auch ein wenig absonderlich,  es wird sogar eher positiv aufgenommen, wenn man ein paar wunderliche Züge sein eigen nennt.

Eilean Munde, Loch Leven

Kein Problem für mich!

Ich gehe gerne auf Friedhöfe. Das würde freiwillig keinem Einheimischen einfallen. Deshalb finden sie hier mein Hobby wunderlich aber auch amüsant. Obwohl die Hochländer traditionell eine Neigung zum Übersinnlichen, Unheimlichen und Geheimnisvollen haben, man sieht nur die Touristen „zum Spaß“ über die Gräber streifen. Oder vielleicht gerade deshalb.

Ich glaube, den Einheimischen sind ihre Friedhöfe eher unheimlich.

Davon bin ich weit entfernt. Ich liebe es, in Friedhöfen herumzuwandern und zu fotografieren, die Geschichten auf den Grabsteinen zu lesen oder einfach nur die Stille auf mich wirken zu lassen. Oft liegen sie inmitten einer grandiosen Kulisse.

Ashaig graveyard, Isle of Skye

Manche finde ich per Zufall. Andere, weil mir Bekannte Tipps gegeben haben. Wieder andere in Geschichtsbüchern und historischen Reiseführern.

Inzwischen hat sich auch der Mann daran gewöhnt und streift an Samstagen willig mit seiner absonderlichen Deutschen über die Friedhöfe der Region. Am vergangenen Wochenende hatte wir gleich zwei auf der „to do“ Liste – es war ein herrlicher Tagesausflug auf die Isle of Skye.

Zwei Geschichte hatten mich unwiderstehlich angezogen, eine vom sinnlosen Tod im Meer und eine vom qualvollen Verbrennen in einer Kirche.

Ashaig graveyard, Isle of SkyeIn Ashaig, im Süden der Isle of Skye, wurden die an den Strand gespülten Leichen eines Schiffsunglücks im Zweiten Weltkrieg begraben. Ashaig graveyard, Isle of SkyeDie Curacoa  wurde von einem Kriegsschiff der eigenen Flotte, der Queen Mary, versehentlich gerammt, die ertrinkenden Soldaten nicht gerettet. Man wollte die deutschen U-Boote nicht auf die Queen Mary aufmerksam machen. 338 Männer ertranken.

Trumpan Graveyard,  Isle of Skye

Auf dem anderen Friedhof im Norden der Insel, war es die Ruine einer Kirche, die mich unwiderstehlich anzog. Trumpan. Die Zahl der Ermordeten ist nicht bekannt, ich schätze es waren mindestens 50. Trumpan Graveyard (11)MacDonalds hatten MacLeods während eines Gottesdienstes eingeschlossen und bei lebendigem Leib verbrannt. Ein brutaler Racheakt, den die restlichen MacLeods mit Hilfe ihrer „Feen-Flagge“ sofort wieder rächten. Apropos „Feen-Flagge“….

Das nächste Ziel hab ich schon ausgesucht: Tomnahurich, ein Friedhof mit Elfenhügel, am Stadtrand von Inverness gelegen. Keine ungefährliche Angelegenheit so ein Feenhügel, denn wen die Elfen herein bitten, der kommt unter 200 Jahren nicht wieder zurück. Zuletzt (irgendwann im ausgehenden Mittelalter) hatten zwei Musiker (Geiger) das Pech und zerfielen zu Staub, nachdem sie einen Abend bei den Elfen aufgespielt hatten und 200 Jahre später wieder zurück kamen.

Kilmonivaig graveyard, Spean Bridge

 

 

 

 

Ich frage den Mann (in einem früheren Leben auch Musiker), ob wir das am Samstag angehen sollen. Bis nach Inverness sind es knappe zwei Stunden Fahrt und neben den Friedhof lockt da auch noch die Aussicht auf Next, Baumarkt, Costa‘s Café und Aldi.

Der Mann weicht meinem Blick aus und murmelt was von „unter der Woche“, „ohne mich“ und „ruhig mal was alleine unternehmen“.

Ich lächle. Sie sind doch ganz schön abergläubisch hier.

Sollte ich vor 200 Jahren wieder zurück sein, werde ich mehr darüber schreiben.

Mehr Bilder und Friedhofsgeschichten gibt es unter:http://graveyardsofscotland.wordpress.com/

Cille Choirill, Roy Bridge

Waverley

PS WaverleyWie heißt das sperrige deutsche Wort bei dem man sich nie merken kann, mit wieviel “f” man es schreibt?

Dampfschifffahrtsgesellschaft.

Eine Fahrt mit dem Dampfschiff?

„Spießig und langweilig, nein danke!“ würde ich in Deutschland sagen.

Und in den Highlands?

„Super Idee!“, die Fahrt mit den Aushängeschild der schottischen Dampfschiffahrtsgesellschaft, die Fahrt mit der Waverley.

PS Waverley

Über 5 Millionen Passagiere hatte die alte PS Waverley schon an Bord. Die 70 Jahre alte Lady ist der letzte seetüchtige Schaufelrraddampfer der Welt. Gelebte und PS Waverleyvon den Schotten und den Engländern geliebte Geschichte und ultra erfolgreicher Tourismus zugleich. Wenn auch ein wenig anders, denn die Besatzung an Bord ist ehrenamtlich unterwegs und wie man hört, wenn man hinhört, auf der ganzen Welt zu Hause: Italiener, Russen, Franzosen…

Die PS Waverley wurde nach ihrem Vorgänger, dem Minensucher HMS Waverley benannt, der vor Dünnkirchen 1940 eine bedeutende Rolle spielte und später vom Feind bei einem Luftangriff versenkt wurde (http://www.wrecksite.eu/wreck.aspx?161).

PS WaverleyIch verdränge, dass es sich dabei um meine Landsleute gehandelt haben muß und versuche so wenig Deutsch wie möglich auszusehen, als ich als Teil einer kleinen Gruppe Familie und Freunde in Mitten hunderter Touristen in Armadale auf der Isle of Skye an Bord gehe.

PS Waverley

„Hurrah!“ Oder besser „Hurray und ne Buddel voll Rum!“ denke ich und finde den Weg zur Bar während sich die Männer mit der Mechanik des Dampfantriebs auseinandersetzen. Ich verdränge nun den Gedanken an Heinz Rümann und bestelle Bier. Ich muss erst aufs Wasser schauen.

PS Waverley

Durch den windigen Sound of Sleat schaufeln die bunten Räder durch das klare Blau des heißen Sommertags. Möwen begleiten den Ausflugsdampfer in der Luft, Wasser glitzert und im Hintergrund ragen die majestätischen Gipfel der Cuilins über die Insel, die wir gerade verlassen haben. Wir befinden uns für ein paar Seemeilen auf der Schiffsroute nach Mallaig auf dem Festland, einer der Fährverbindungen von und nach Skye.

PS Waverley

Doch statt Mallaig anzusteuern, macht die PS Waverley Kurs auf Inverie, einem der Orte in den Highlands,

den man nur über das Wasser oder zu Fuß durch die Wildnis erreichen kann. Keine Straße führt nach Inverie, dem einzigen Ort auf der Knoydart Halbinsel. Ein paar Häuser, ein Pier, ein Strand und ein Pub. The Old Forge ist das abgelegenste Pub Schottlands und wer als erster dort ankommt, bekommt ein Freibier.

Während die Touristen einen Wettlauf von der Anlegestelle zum Pub veranstalten, PS Waverleylassen wir uns mit unseren mit gebrachten Sandwiches und Chips Päckchen am steinigen Strand nieder und genießen die Sonne und das Meer. Wie echte Touristen. Was für ein schönes Gefühl.

PS Waverley