Die Magie der Weihnachtskrimis: Geheimnisse der Highlands

Hallo, mein Name ist Tessa Baywood und ich freue mich sehr, heute hier zu Gast sein zu dürfen, und danke dir von Herzen, Nellie, dass ich meine Weihnachtskrimis auf deinem Blog ein wenig näher vorstellen darf.

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Wenn ich an Weihnachtsbücher denke, dann beginnt für mich alles nicht mit einer Handlung oder einer Figur, sondern mit einem Gefühl. Es ist dieses leise Innehalten, das sich oft schon Wochen vor den Feiertagen einstellt, ein kaum greifbarer Moment, in dem sich die Welt ein wenig langsamer zu drehen scheint und man sich nach Wärme sehnt, nach Kerzenlicht, nach Geschichten, die einen sanft umhüllen.

Vielleicht ist es genau das, was uns Jahr für Jahr zu diesen Büchern zurückkehren lässt. Weihnachten trägt stets beides in sich, das Leuchten und die leise Melancholie, die Erinnerung und die Gegenwart. Und irgendwo zwischen diesen Polen entstehen jene Geschichten, die uns besonders nahegehen, weil sie mehr sind als bloße Unterhaltung, weil sie etwas in uns berühren, das wir im Alltag oft überhören.

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Weihnachtskrimi schreiben und lesen – Die besondere Faszination festlicher Spannung

Mit der Zeit hat mich ein Gedanke nicht mehr losgelassen: Was geschieht, wenn man diese warme, beinahe vollkommene Weihnachtswelt ein kleines Stück aus dem Gleichgewicht bringt?

Denn gerade dort, wo alles von Harmonie erzählt, werden die feinen Risse umso deutlicher sichtbar. Ein festlich gedeckter Tisch, an dem nicht alle die Wahrheit sagen. Ein Lächeln, das einen Hauch zu lange verweilt. Eine Tradition, die vielleicht mehr verbirgt, als sie preisgibt.

Beim Schreiben meiner Weihnachtskrimis habe ich entdeckt, dass genau in diesem Spannungsfeld eine ganz eigene Form von Tiefe liegt. Es geht nicht allein um die Aufklärung eines Verbrechens, sondern um das Sichtbarmachen dessen, was unter der Oberfläche schlummert. Ein Mistelzweig, der für Nähe steht und doch zum stillen Zeugen wird. Ein Haus, das über viele Jahre hinweg mehr gesehen hat, als seine Mauern preisgeben. Oder ein Ort in der Natur, an dem man spürt, dass er nicht nur Kulisse ist, sondern eine eigene Geschichte trägt.

Vielleicht sind Weihnachtskrimis deshalb immer auch Geschichten über das Menschliche – über das, was wir zeigen, und über das, was wir sorgsam verbergen.

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Weihnachtskrimis in Schottland – Highlands, Atmosphäre und leise Geheimnisse

Und dann ist da die Frage nach dem Ort, an dem all dies geschehen darf.

Ich habe mich oft gefragt, ob meine Geschichten ebenso gut an einem anderen Schauplatz hätten entstehen können, und vielleicht wäre das möglich gewesen. Doch immer wieder führen sie mich ganz von selbst zurück in die Highlands von Schottland.

Dort, so empfinde ich es, liegt eine besondere Ruhe in der Landschaft, eine Weite, die nicht leer wirkt, sondern erfüllt von Erinnerungen. Alte Häuser stehen dort, als hätten sie die Zeit ein wenig langsamer erlebt als anderswo, und kleine Dörfer tragen ihre Geschichten in sich, oft unausgesprochen, aber doch spürbar.

Gerade im Winter entfaltet sich diese Stimmung auf eine ganz eigene Weise. Nichts ist überladen, nichts drängt sich in den Vordergrund. Stattdessen legt sich eine stille Zurückhaltung über alles, die jedes Detail, jede Begegnung, jedes unausgesprochene Wort intensiver erscheinen lässt.

Vielleicht ist es genau diese leise Tiefe, die Schottland zu einem so stimmigen Ort für Weihnachtskrimis macht.

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Mord & Mistelzweig – Ein cosy Weihnachtskrimi im schottischen Dorf

In „Mord & Mistelzweig“ führt mich die Geschichte in ein kleines Dorf, das sich eine Woche vor Weihnachten ganz der Vorfreude hingibt, bis ein Mord im Wald diese friedliche Stimmung erschüttert.

Gerade die Enge der Gemeinschaft, das vermeintliche Wissen umeinander, hat mich hier besonders interessiert. Jeder kennt jeden – und doch zeigt sich schnell, dass hinter den freundlichen Fassaden mehr verborgen liegt, als man zunächst vermuten würde.

Der Mistelzweig, der über allem schwebt, steht dabei nicht nur für Nähe und Tradition, sondern auch für jene leisen Momente, in denen man innehält und erkennt, dass nicht alles so ist, wie es scheint.

Weihnachtsmord auf Nellfield Hall – Ein Weihnachtskrimi im Herrenhaus

„Weihnachtsmord auf Nellfield Hall“ entfaltet sich in einem alten Herrenhaus, das durch Schnee von der Außenwelt abgeschnitten ist.

Mich hat an dieser Geschichte besonders gereizt, nicht nur die Familie selbst in den Mittelpunkt zu stellen, sondern vor allem jene, die im Hintergrund wirken. In der Küche, im Service, im Garten – dort entstehen oft die klarsten Beobachtungen, die ehrlichsten Einschätzungen.

Während oben im Salon gestritten und geschwiegen wird, entwickelt sich unten eine ganz eigene Dynamik. Und genau dort beginnt die eigentliche Suche nach der Wahrheit.

Das Herrenhaus wird so zu einem geschlossenen Kosmos, in dem sich Spannungen verdichten und langsam ihren Weg an die Oberfläche finden.

Stille Nacht – Mystischer Weihnachtskrimi in den schottischen Highlands

In „Stille Nacht – Dunkle Geheimnisse in den Highlands“ wird die Geschichte stiller, vielleicht auch eine Spur geheimnisvoller.

Die junge Polizistin Rowan MacNeill kommt in das abgelegene Dorf Lochmuir, auf der Suche nach einem Neuanfang. Doch die Idylle trügt. Als eine Leiche am Fuß eines alten Baumes gefunden wird, führen die Ermittlungen tief hinein in Legenden, in Erinnerungen und in Fragen, die sich nicht so leicht beantworten lassen.

Der Wald spielt dabei eine besondere Rolle. Er ist nicht nur Schauplatz, sondern wirkt beinahe wie ein eigener Charakter, ruhig, beobachtend, und doch voller Geschichten, die darauf warten, gehört zu werden.

Diese Verbindung aus Wärme und leiser Dunkelheit, fasziniert mich an Weihnachtskrimis immer wieder aufs Neue. Dass sie uns Geborgenheit schenken und zugleich den Blick für das öffnen, was im Verborgenen liegt.

Es sind Geschichten, zu denen wir in der stillsten Zeit des Jahres immer wieder zurückkehren.

Solltest du nun Lust verspüren, selbst ein wenig durch verschneite Dörfer zu streifen, alte Herrenhäuser zu betreten oder den Schatten eines Waldes zu folgen, so findest du alle drei Bücher derzeit als E-Book für 1,99 bei Amazon.

Und wenn du nach der Lektüre eine Rezension hinterlassen möchtest, sei es nur ein kurzer Eindruck, so würde ich mich sehr darüber freuen.

Ich danke dir fürs Lesen, fürs Verweilen – und vielleicht auch fürs Weitertragen dieser kleinen Winterwelten.

Deine Tessa

Abenteuer Highlands 4: Geschichten aus Schottland

„Abenteuer Highlands 4“ ist da – Schottland-Happen für Fortgeschrittene


Ein neues Kapitel Highland-Leben – mit Ottern, Pannen, Pointen und stillen Momenten. „Abenteuer Highlands 4 – Schottland-Happen für Fortgeschrittene“ ist ab sofort als eBook und Taschenbuch erhältlich!


Wer schon einmal versucht hat, mit einem deutschen Navi über eine schottische einspurige Straße zu fahren, weiß: Das Leben in den Highlands ist nichts für Anfänger.

In „Abenteuer Highlands 4 – Schottland-Happen für Fortgeschrittene“ erzähle ich Geschichten von dort, wo die Landschaft atemberaubend, das WLAN fragil und das Wetter ein Charakter in sich ist. Es geht um verlorene Schlüssel, widerspenstige Technik, eine Ziege mit tragischer Geschichte – und um all die kleinen und großen Missgeschicke, die mich in Schottland begleiten.

Aber zwischen all dem Lachen, dem Kopfschütteln und der schrägen Situationskomik gibt es auch leise Töne. Momente, die nachdenklich machen. Über das Zusammenleben mit Mensch und Tier, über Verantwortung, Hilfsbereitschaft – und über das, was wirklich zählt.

📖 Das Buch ist jetzt erhältlich – als eBook und Taschenbuch:
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Ob du Schottland-Fan bist, selbst mal ausgewandert bist oder einfach gern lachst – in diesem Band findest du skurrile Beobachtungen, ehrliche Gefühle und ganz viel Highland-Flair.


Behind the Crime Scene Tape – Forensik hautnah erleben

Krimis ziehen uns in ihren Bann – wir raten mit, fiebern mit und versuchen, die Täter zu entlarven. Aber wie sieht die Realität hinter der gelben Absperrung wirklich aus? Granite Noir bot mit der Veranstaltung Behind the Crime Scene Tape – Interactive Forensic Science Experiment die perfekte Gelegenheit, genau das herauszufinden. Zusammen mit Kriminologie-Studierenden der Universität Aberdeen konnten wir in die Welt der Spurensicherung eintauchen – inklusive Beweisanalyse und realitätsnaher Fallbearbeitung. Das Ganze fand in den Anatomy Rooms in Aberdeen statt, einem ehemaligen Seziersaal, in dem einst Leichen obduziert wurden. Heute ist es ein kreatives Zentrum für Kunst, Vorträge und Bildungsangebote – aber die Atmosphäre hat immer noch einen leicht morbiden Charme.

Wendy Deegan – Eine Forensikerin mit Witz und Erfahrung

Unsere Gastgeberin war Wendy Deegan, eine Forensikerin mit jahrzehntelanger Erfahrung bei der Polizei. Klein, drahtig, mit grau melierten Haaren und einer Hornbrille, die sie immer wieder auf der Nase zurechtrückte. Sie hatte eine beeindruckende Präsenz – selbstbewusst, schlagfertig und mit einem trockenen Humor, der den Raum füllte. Sie war die perfekte Frau für harte Realität der Forensik jenseits der glamourösen Hollywood-Version.

Drei Dinge, die du garantiert nicht aus Krimiserien weißt

  1. Tatorte sind Teamwork – einsame Ermittler gibt es nur im Fernsehen.
    • Jeder Schritt wird dokumentiert, nichts wird dem Zufall überlassen. Und wer glaubt, er könne nachts heimlich in einen Tatort schleichen und Beweise sichern, hat zu viele Krimis gesehen.
  2. Luminol ist keine Zauberei.
    • Klar, im Fernsehen leuchtet es blau und enthüllt perfekte Blutspuren. In der Realität? Nur, wenn der Raum stockdunkel ist. Außerdem sollte man es nicht einatmen.
  3. Fingerabdrücke sind nicht immer die ultimative Spur.
    • Sie sind oft verschmiert oder unvollständig. Deshalb müssen in Schottland immer zwei Experten unabhängig voneinander Abdrücke auswerten. Ein Skandal führte zu dieser Regel – eine Polizistin wurde fälschlicherweise eines Verbrechens beschuldigt, weil ihre Abdrücke falsch interpretiert wurden.

Teste dein Forensik-Wissen – Wahr oder Falsch?

Jetzt bist du dran! Was ist Fakt, was ist Fiktion?

1. Ermittler am Tatort tragen keine Masken, weil das nicht nötig ist.

  • Wahr oder falsch?

2. Ein Fingerabdruck auf einer Bierflasche bedeutet, dass die Person am Tatort war.

  • Wahr oder falsch?

3. Blutspuren kann man mit normaler Wandfarbe einfach überstreichen.

  • Wahr oder falsch?

(Antworten am Ende des Blogposts!)

Fazit – Wenn die Realität spannender ist als Fiktion

Nach diesem Workshop sehe ich Krimis mit ganz anderen Augen. Spurensicherung ist eine Wissenschaft für sich – oft akribisch, manchmal unspektakulär, aber immer entscheidend. Was uns Serien verschweigen? Die Geduld und Präzision, die es braucht, um echte Beweise zu sichern.

Antworten:

  1. Falsch – Masken sind unerlässlich, um Beweise nicht zu kontaminieren und sich selbt nicht zu gefährden.
  2. Falsch – Der Fingerabdruck könnte schon vor Tagen oder Wochen, z.B. im Laden auf die Flasche gelangt sein.
  3. Falsch – Nur eine komplett deckende Lackfarbe kann Blutspuren wirklich unsichtbar machen.

The Blue Hour – Paula Hawkins’ Buchvorstellung

Tag 2 beim Granite Noir Crime Festival in Aberdeen

Am Abend besuche ich eine weitere Veranstaltung. Paula Hawkins betritt die Bühne mit einer ruhigen, aber bestimmten Ausstrahlung. Man merkt sofort, dass sie an solche Veranstaltungen gewöhnt ist – sie spricht klar, nimmt ihr Publikum mit und vermittelt den Eindruck, als habe sie schon unzählige Male über ihre Bücher referiert. The Girl on the Train war ihr großer Durchbruch, ein psychologischer Thriller, der weltweit über 23 Millionen Mal verkauft wurde. Der Roman, in dem eine unzuverlässige Erzählerin im Mittelpunkt steht, begeisterte Millionen und wurde 2016 mit Emily Blunt in der Hauptrolle verfilmt.

Hawkins spricht über die Verfilmung mit einer Mischung aus Stolz und Distanz. Sie hatte keinen Einfluss auf die Umsetzung, was sie bedauert. Die Verfilmung war erfolgreich, doch sie hätte sich vielleicht mehr Kontrolle gewünscht. Emily Blunt, die die Hauptrolle der Rachel Watson spielte, wurde für ihre Darstellung gelobt – eine gebrochene, verzweifelte Frau, die sich an die Bruchstücke ihres Gedächtnisses klammert. Blunts Leistung machte den Film noch intensiver, doch Hawkins selbst scheint sich mit dem Medium Film nicht allzu sehr identifizieren zu wollen.

Die Macht des unzuverlässigen Erzählers und die Faszination der Außenseiterfiguren

In der Spannungsliteratur spielt der unzuverlässige Erzähler eine zentrale Rolle, um Unsicherheit und Nervenkitzel zu erzeugen. Wenn Leserinnen und Leser nicht wissen, ob sie der Perspektive der Hauptfigur trauen können, entsteht ein Gefühl der Ungewissheit, das die Geschichte umso fesselnder macht. Diese Technik erlaubt es, Informationen bewusst zurückzuhalten oder zu verzerren, wodurch eine vielschichtige Erzählstruktur entsteht, die das Publikum herausfordert, sagt Hawkins.

Besonders Außenseiterfiguren bieten eine tiefe emotionale Dimension. Menschen, die sich am Rande der Gesellschaft bewegen, haben oft eine einzigartige Perspektive auf die Welt – eine Perspektive, die von Einsamkeit, Schmerz, aber auch unerwarteter Stärke geprägt sein kann. Ihre Isolation macht sie zu idealen Protagonisten für Geschichten, die mit psychologischer Tiefe arbeiten und existenzielle Fragen berühren.

Ein weiteres klassisches Motiv ist der Erinnerungsverlust – insbesondere das Unvermögen, sich an die Ereignisse der vergangenen Nacht zu erinnern. Dieses Element sorgt für Unbehagen und Spannung: Was ist wirklich passiert? Wem kann man trauen? Und was, wenn die größte Gefahr in einem selbst liegt? Die Unsicherheit über die eigene Wahrnehmung führt zu einem ständigen Wechselspiel zwischen Wahrheit und Täuschung.

Schande und Verletzlichkeit ziehen sich als zentrale Themen durch viele Romane, denn sie verleihen Figuren eine besondere Tiefe. Wenn Protagonisten mit ihrer Vergangenheit oder ihren eigenen Fehlern ringen, entsteht eine emotionale Bindung zum Publikum, das ihre inneren Kämpfe mitverfolgt. Diese Motive treiben nicht nur die Handlung voran, sondern machen die Geschichten authentisch und nachvollziehbar.

Durch den Einsatz wechselnder Erzählperspektiven gelingt es, dasselbe Ereignis aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Dies ermöglicht nicht nur eine facettenreiche Darstellung der Handlung, sondern auch das bewusste Zurückhalten von Informationen, um Spannung zu erzeugen. So kann das Publikum nach und nach selbst die Puzzleteile zusammensetzen – oder sich von unerwarteten Wendungen überraschen lassen.

Paula Hawkins nutzt all diese Elemente meisterhaft in ihren Romanen und erschafft so packende, psychologische Thriller, die bis zur letzten Seite fesseln.

Ich frage mich, ob ich ähnliche Techniken in meiner Highland Crime Serie bereits nutze. Haben Issy und Robert genug gemeinsame Szenen? Oder sind die eine verpasste Chance für wechselnde Perspektiven? Wären mehrere Erzählperspektiven gut für den fünften Fall?

Nach der Veranstaltung denke ich darüber nach, warum ich eigentlich schreibe. Will ich Bestsellerautorin werden? Oder reicht es mir, Freude am Schreiben zu haben? Paula Hawkins ist vier Jahre jünger als ich – eine Autorin mit internationalem Erfolg. Ich bewundere ihren Weg, aber ich muss meinen eigenen finden.

Ich freue mich auf morgen – und darauf, meine Gedanken weiterzuentwickeln.

Cold Blooded Killers – Mörder ohne Reue

True Crime Fälle aus Schottlands Nordosten (1864 – 19639)

Was macht einen Mörder eiskalt? Fehlt es ihm an Reue? Ist es die absolute Berechnung, mit der er seine Tat plant und ausführt? Oder ist es die erschreckende Normalität, mit der er danach weiterlebt, als wäre nichts geschehen? Die AUSTELLUNG Cold Blooded Killers – True Crime Cases from the North East, 1864-1963 beim Granite Noir Cime Festival in Aberdeen führte mich in die tiefen Abgründe der menschlichen Psyche und zu einigen der berüchtigtsten Verbrechen Schottlands.

Der Mord an Ann Forbes (1864)

Ann Forbes lief 15 Meilen zu Fuß, um ihren Geliebten George Steven zu treffen. Statt eines romantischen Wiedersehens endete das Treffen in einem blutigen Verbrechen. Man fand Ann tot im Wald – mit einer Kopfwunde, das Gesicht nach unten gedrückt. Ein Zeuge hatte Steven mit einer Axt gesehen. Bei seiner Festnahme fand man gleich drei dieser Werkzeuge in seinem Besitz. Zunächst gestand er den Mord, doch seine Verteidigung plädierte auf geistige Unzurechnungsfähigkeit. Er wurde zwar zum Tode verurteilt, doch das Urteil nie vollstreckt. Stattdessen starb er wenige Jahre später in einer Anstalt.

Ein klassisches Beispiel eines Verbrechens aus Leidenschaft? Oder war es doch pure Berechnung?

Der Fall John Barclay Smith (1907) – Ein Mord aus Habgier

John Barclay Smith war Deserteur und suchte sich in Edinburgh ein neues Leben. Doch dann fand man ihn tot in seinem Zimmer – sein Gesicht wies schwere Verletzungen auf, aber es gab keine Anzeichen eines Kampfes. Ein anderer Deserteur wurde kurz darauf in Edinburgh mit Smiths Geld und einer Taschenuhr gefasst. Obwohl sich 7000 Menschen für seine Begnadigung einsetzten, wurde er hingerichtet.

Das Verschwinden von Betty Hadden (1945) – Ein ungelöster Fall

Betty Hadden genoss ihr Leben – bis sie spurlos verschwand. Wochen später tauchte ihr abgetrennter Unterarm auf. Doch mehr wurde nie gefunden. Ermittler experimentierten sogar mit Schweinebeinen, um herauszufinden, wo ihre Leiche ins Meer geworfen worden sein könnte. Die Nacht ihres Verschwindens war voller Schreie, die niemand deuten konnte. War es ein Mord? Ein Unfall? Niemand weiß es. Und das macht den Fall noch unheimlicher.

Fazit – Warum faszinieren uns eiskalte Morde?

Die Faszination für Cold Blooded Killers ist tief in unserer Psyche verankert. Sie sind das ultimative Gegenbild zu unseren eigenen Moralvorstellungen. Ihr Fehlen von Reue, ihr planvolles Vorgehen oder die Ungewissheit über ihre Motive machen sie so unheimlich. True-Crime-Veranstaltungen wie diese zeigen uns, dass das Grauen nicht nur in der Fiktion existiert – sondern mitten unter uns.

Die Archivarin, die spricht, ist eindeutig nicht daran gewöhnt, offiziell zu präsentieren. Nach ungefähr vierzig Minuten schnarchen die ersten Männer hinter mir. Während die einen gebannt zuhören, verlieren die anderen rasch das Interesse. Auf dem Nachhauseweg höre ich einer Gruppe Frauen zu, die sich lautstark über die Sprecherin beschweren. Sie wollten unterhalten werden, sagen sie, und sind nun enttäuscht.

Eine wertvolle Erkenntnis zur Erwartungshaltung des Publikums auf einem Crime-Festival: Es geht nicht nur um wahre Verbrechen, sondern auch um die Inszenierung. Die Faszination für Mord und Rätsel mag groß sein – doch wenn die Darbietung nicht mitreißt, verliert selbst das düsterste Kapitel der Geschichte an Reiz.

Tales from the Beat: Einblicke in die Polizeiarbeit beim Granite Noir Festival

Wie viel Realität steckt in Kriminalromanen und True Crime?

Der Abend des ersten Tages beim Granite Noir Crime Festival führt mich in die Cowdray Hall zur Veranstaltung Tales from the Beat. Professor Nick Fyve, ein erfahrener Polizeiforscher mit 30 Jahren Dienstzeit, spricht über die Herausforderungen und Mythen der Polizeiarbeit. Es geht um die Realität hinter den Kriminalfällen, um das Bild der Polizei in Literatur und Film – und um die Frage, ob es wirklich ein „goldenes Zeitalter“ der Verbrechensbekämpfung gab.

Die Realität der Polizeiarbeit

Eines der spannendsten Themen ist der Unterschied zwischen Fiktion und Realität. Während in TV-Krimis das Labor innerhalb von 24 Stunden Ergebnisse liefert, dauert es in Wirklichkeit oft Wochen. Zudem laufen in der Realität mehrere Fälle parallel – keine akribische Einzelermittlung wie im Fernsehen. Auch der Mythos der sofortigen DNA-Treffer ist irreführend.

Interessant ist auch der internationale Vergleich: In Schottland dürfen Polizisten nach nur 12 Wochenenden auf die Straße, während sie in Norwegen ein dreijähriges Universitätsstudium durchlaufen. Eine drastische Gegenüberstellung, die zeigt, wie unterschiedlich Polizeiausbildung gehandhabt wird. Etwas, das ich bei meinen schottischen Krimis immer beachten muss. Deshalb nutze ich die Innenansicht einer ehemaligen Polizistin hier in Schottland, die inzwischen eine Freundin geworden ist.

Nostalgie und der Blick zurück

Ein weiterer Punkt, der mir in Erinnerung bleibt, ist die öffentliche Wahrnehmung der Polizei. Oft hört man, dass „früher alles besser war“. Doch laut Fyve ist das ein weit verbreiteter Irrglaube. Die gleichen Fragen, Herausforderungen und Probleme gab es bereits vor Jahrzehnten – es gab nie eine „goldene Ära“ der Polizei. Die romantisierte Vorstellung der Vergangenheit ist vielmehr ein gesellschaftlicher Trend, der sich durch viele Bereiche zieht.

Die Struktur der Polizei: Groß oder klein?

Ein besonders aktuelles Thema ist die Frage nach der Größe der Polizeibehörden. Schottland hat vor Jahren seine Polizeistruktur überdacht und sich gefragt: Ist eine größere Polizei effizienter? Oder schafft eine kleinere Organisation mehr Vertrauen vor Ort? Die Erkenntnisse zeigen, dass eine zentrale Struktur für schnelle und konsequente Handlungen vorteilhaft ist, während lokale Einheiten das Vertrauen der Bevölkerung stärken. Ein Balanceakt, der auch in anderen Ländern, etwa in Finnland, Norwegen und Schweden, diskutiert wird. Für mich als Autorin hat das den Vorteil, dass mein DI Robert Campbell überall ermitteln kann. Für den Leser hat es den Vorteil, dass er mehrere Regionen kennenlernt. Der Fokus aber bleibt immer auf den Highlands.

Eine neue Perspektive auf Kriminalromane

Ich nehme aus dieser Veranstaltung viel mit – nicht nur für meine eigene Schreibe, sondern auch für mein Verständnis von Polizeiarbeit. Die Realität ist oft komplexer als die Literatur es darstellt. Doch genau in dieser Grauzone zwischen Fiktion und Wahrheit liegt die Faszination für Krimis und True Crime.

Für mich bleibt Tales from the Beat ein Highlight des ersten Tages. Ich habe nicht nur neue Denkanstöße für meine Bücher erhalten, sondern auch ein noch tieferes Verständnis für die reale Polizeiarbeit gewonnen. Zeit für ein Bier!

Secrets from the Past: Eine Reise in die Vergangenheit beim Granite Noir Festival

Geschichten, historische Verbrechen und die Faszination des Unerzählten

Der zweite Programmpunkt des Tages beim Granite Noir Crime Festival führt mich ins Lemon Tree Studio. Das Panel Secrets from the Past verspricht tiefe Einblicke in historische Kriminalfälle und die Kunst, vergangene Geschichten neu zu erzählen. Auf der Bühne sitzen drei Autoren, die sich mit genau diesem Thema beschäftigen: S. J. Parris, Lucy Ribchester und Oskar Jensen.

Die Menschen hinter den Büchern

Noch bevor die Veranstaltung beginnt, unterhalte ich mich mit einem Paar, das sich gezielt für Festivals wie dieses entscheidet, um Autoren persönlich kennenzulernen. Kritiken beeinflussen ihre Kaufentscheidungen weniger – sie möchten die Menschen hinter den Büchern erleben. Ich stelle fest: Ich ticke ähnlich. Ich bestelle die Bücher der Autoren über die App der Bibliothek, die Begegnung mit den Autoren wird der Lektüre eine zusätzliche Ebene geben.

Im zweiten Veranstaltungsort des Festivals gibt es einen großen Buchstand und eine Bar – ein durchdachtes Konzept, das sowohl die Kultur als auch das leibliche Wohl bedient. Ich bemerke, dass sich bereits erste bekannte Gesichter in der Menge abzeichnen. Einige Besucher nutzen das Festival offenbar als jährlichen Treffpunkt für ihre Literaturbegeisterung.

Der Reiz der Innenansicht

Lucy Ribchester, eine preisgekrönte Autorin, hat sich tief in die Welt historischer Fiktion eingearbeitet. Oskar Jensen, der nicht nur Romane schreibt, sondern auch Historiker ist, berichtet von seiner akribischen Recherche. Besonders spannend ist seine Erzählung über den kreativen Prozess: Seine Frau liest seine Passagen gegen und gibt ihm Feedback, ob die Charaktere authentisch handeln. Eine Methode, die zeigt, wie eng Literatur mit persönlicher Reflexion und interaktiver Entwicklung verwoben ist.

S. J. Parris hingegen betont, dass sie durch einen Agenten zum Mehrbuchvertrag kam. Sie arbeitete früher als Journalistin, schreibt nun aber Krimis, die historische Epochen lebendig machen. Ihr Beispiel zeigt, wie sich Karrieren im Literaturbetrieb entwickeln können – von der kritischen Betrachtung anderer Werke hin zum eigenen literarischen Schaffen.

Wie viel Realität verträgt die Fiktion?

Ein faszinierender Punkt, den Oskar Jensen anspricht, bleibt mir besonders in Erinnerung: „Schreibe nie einen Charakter, der zu sehr dir selbst ähnelt, denn die Kommentare über ihn könnten dich verletzen.“ Gleichzeitig gibt er zu, dass viel von ihm in seinen Figuren steckt. Viele denken, dass Issy in Wahrheit ich bin, aber das gefühl habe ich nicht beim Schreiben. Da ist genug Distanz.

Die Gratwanderung zwischen Authentizität und Distanz ist eine der großen Herausforderungen im Schreiben. Wenn ein Charakter zu viele Privilegien hat – etwa das perfekte Haus oder den idealen Job – kann das Lesende abschrecken oder ärgern. Die Balance ist entscheidend.

Die Erwartungshaltung des Publikums

Nach der Veranstaltung stellen die Zuhörer keine Fragen. Vielleicht liegt es daran, dass alles gesagt wurde – oder dass die Autorinnen und Autoren so sehr in ihrer eigenen Welt lebten, dass wenig Raum für Interaktion blieb.

Ich verlasse das Event mit einem klaren Gedanken: Ich erlebe dieselben Höhen und Tiefen wie diese Autoren, aber ohne Verlagsvertrag, ohne äußeren Druck. Ich gehe meinen eigenen Weg – und das ist sehr viel wert. Und in Aberdeen bei Nacht ist er auch noch sehr schön.

Highland Crime-Serie: Lebendige Charaktere durch AI-Technologie

„Lichtblaue See so weit das Auge reichte. Wie friedlich es hier war.  Das Meer atmete still im Rhythmus der Gezeiten. Von ihrem Aussichtspunkt am Ende der Sleat Halbinsel war davon nichts auszumachen. Aus der Ferne schien die See still an der Oberfläche, voller Leben und Bewegung, kam man näher. Die Farben des Meers, mal grau-silbrig schimmernd, strahlend in türkis, fast schon grün leuchtend, gelegentlich auch bedrohlich dunkel. Issy war glücklich.“

Mit dieser bildhaften Beschreibung tauchen wir ein in die faszinierende Welt der Highland Crime-Serie, die ihre Leser tief in die mystische Landschaft Schottlands entführt. Die Geschichten leben nicht nur von der atemberaubenden Kulisse, sondern vor allem von ihren tiefgründigen Charakteren, die nun durch den Einsatz von AI noch lebendiger wirken.

Charaktere in der Highland Crime-Serie: Jetzt von KI zum Leben erweckt

Die schottischen Highlands, ein Ort voller Mythen und Geheimnisse, bieten die perfekte Kulisse für eine Krimi-Reihe, die ihre Leser nicht mehr loslässt. Die Highland Crime-Serie führt euch tief in die raue Landschaft und die komplexen Psychen ihrer Bewohner. Jetzt, dank AI-Technologie, können die Protagonisten in noch lebendigerem Licht erscheinen – und euch so nahekommen wie nie zuvor.

DI Robert Campbell – Der grüblerische Ermittler

Robert Campbell, leitender Ermittler aus Inverness, ist der personifizierte schottische Krimiheld: bärig, wortkarg und dennoch empathisch. Seine markante Erscheinung – bärtig, kräftig und immer ein wenig mürrisch – spiegelt die innere Zerrissenheit wider, mit der er die düsteren Abgründe des menschlichen Seins erkundet. Robert ist ein Mann, der von seiner Vergangenheit gezeichnet ist: Die Trennung von seiner Frau, sein Job und seine Einsamkeit belasten ihn. Seine moralischen Werte sind stark ausgeprägt, doch er ist kein typischer Frauenversteher, was ihn für Leser besonders interessant macht. Campbell ist der Typ Mann, den man in einer Notsituation an seiner Seite wissen möchte – ein Fels in der Brandung, der sich durch seine Entschlossenheit auszeichnet.

Isabel „Issy“ Hartmann – Die intuitive Übersetzerin

Issy Hartmann bringt eine erfrischende Perspektive in die Ermittlungen. Als deutsche Übersetzerin, die sich nach einer Auszeit in Schottland sehnt, taucht sie tief in die Geschehnisse der Highlands ein. Ihr scharfer Verstand und ihre Fähigkeit, Menschen zu lesen, machen sie zu einer wertvollen Verbündeten für Campbell. Issy ist eine unabhängige, selbstbewusste Frau, die sich ihrer Freiheit und ihrer feministischen Werte bewusst ist. Ihre Vergangenheit – insbesondere der Verlust ihrer Schwester – prägt ihre sensible und reflektierte Art. Sie mag Tee, hasst Messer und ist neuerdings Vegetarierin. Die Beziehung zwischen ihr und Robert entwickelt sich langsam, doch die emotionale Tiefe, die sie einbringt, verleiht der Serie eine besondere Note.

Auntie Lynne – Die Frau mit dem zweiten Gesicht

Auntie Lynne, eine der faszinierendsten Figuren der Serie, wird von vielen Lesern wegen ihrer mystischen Fähigkeiten geliebt. Mit ihrer „zweiten Sicht“ und ihrer tiefen Verbindung zur schottischen Kultur ist sie eine Schlüsselfigur in der Lösung der Rätsel. Ihr weises, manchmal unheimliches Auftreten, gibt den Geschichten eine übernatürliche Note, die perfekt zur geheimnisvollen Landschaft der Highlands passt. Auntie Lynne ist nicht nur eine Unterstützerin in den Ermittlungen, sondern auch ein emotionaler Anker für die anderen Charaktere.

Dr. Janne Asikainen – Der eigenwillige Pathologe

Dr. Janne Asikainen ist eine unverwechselbare Figur: Ein tätowierter, piercter Finne mit Vorliebe für Heavy Metal, der als Pathologe für die Polizei arbeitet. Mit seinen langen blonden Haaren und schwarzem Fingernagellack bricht er mit allen Klischees. Janne mag auf den ersten Blick unnahbar wirken, doch unter der Oberfläche verbirgt sich ein brillanter Geist, der ebenso leidenschaftlich Verbrechen aufklärt wie Campbell. Die ungewöhnliche Freundschaft zwischen den beiden Männern bildet einen faszinierenden Kontrast: Campbell, der typische heterosexuelle Macho, und Asikainen, der offen homosexuelle Finne, ergänzen sich perfekt in ihrem gemeinsamen Streben nach Gerechtigkeit.

Kritiken und Leserzitate

Die Highland Crime-Serie hat bereits viele Leser in ihren Bann gezogen. Hier einige Eindrücke:

  • „Dank der bildreichen Sprache fällt es einem leicht, sich in die schottischen Highlands zu versetzen und jede Seite zu erleben, als wäre man Teil der Geschichte.“ – Clarissa Fray
  • „Klasse Auftakt einer neuen Krimireihe. Für Schottland-Fans ein Muss!“ – Paxter_Redwyne
  • „Die Düsternis eines einsamen Winters in den schottischen Highlands, aber auch die Faszination dieser Landschaft, hat die Autorin in bildhaften Worten für ihre Leser lebendig werden lassen.“ – Redrose

Die Highland Crime-Serie verspricht weiterhin spannende Geschichten und tiefgründige Charaktere, die dank neuer Technologien wie KI noch greifbarer und lebendiger erscheinen. Bleibt gespannt auf die nächsten Abenteuer in den schottischen Highlands! Ab Januar wird in der Schreibhütte wieder fleißig geschrieben.

Hört mal!

Ich war unterwegs in der Nähe von Applecross, um ein paar Fotos für das kommende Hörbuch zu schießen. Und naja, ich hatte Zeit zum Nachdenken. Hörbücher auf Wanderungen mag ich nicht. Da denke ich zu viel. Zum Beispiel, welches Projekt ich als nächstes angehe oder was ich für die aktuellen Projekte noch erledigen muss.

look & listen
Shadows Over Skiary

Die Faszination von Hörbüchern und die spannende Reise dorthin

In einer Welt, die immer hektischer wird, suchen viele Menschen nach Möglichkeiten, ihre Zeit effizient zu nutzen. Hörbücher bieten eine wunderbare Lösung, um Literatur und Wissen auch unterwegs zu genießen. Ob beim Pendeln, Sporttreiben oder Entspannen – Hörbücher machen es möglich, in Geschichten einzutauchen oder sich weiterzubilden, ohne ein gedrucktes Buch in der Hand halten zu müssen. Unterwegs ein immenser Vorteil.

The Sound of the Sea

Die Faszination von Hörbüchern

Hörbücher bieten eine einzigartige Möglichkeit, Geschichten und Informationen zu erleben. Der besondere Reiz liegt in der Kombination von erzählerischem Talent und der Intimität des gesprochenen Wortes. Ein guter Erzähler kann Charaktere zum Leben erwecken, Stimmungen vermitteln und den Hörer in eine andere Welt entführen. Diese immersive Erfahrung macht Hörbücher zu einem beliebten Medium für viele Menschen. So habe ich bei der Produktion von Riding Towards Shadows mit der wunderbaren Frances Butt zusammegearbeitet. Ich liebe ihre Stimme und die Energie und Professionalität, mit der sie meinen ersten Roman Riding Towards Shadows vertont hat, waren schlichtweg atembreaubend. Etwas problematischer war es zu Beginn mit einer anderen Sprecherin gewesen, die einfach keinen der Abgabetermine eingehalten hatte und ich nach dem dritten gewährten Aufschub Monate später den Vertrag kündigen musste. Sie hatte sich zuviel vorgenommen. Am Ende ist alles gut ausgegangen. Denn ich hätte keine bessere Wahl treffen können als Frances Butt. Hört mal!

Das Angebot von ACX

Das Audiobook Creation Exchange (ACX) ist eine Plattform, die es Autoren und Verlagen ermöglicht, Hörbücher zu produzieren und über Audible, Amazon und iTunes zu veröffentlichen, sofern sie in den Vereinigten Staaten oder dem Vereinigten Königreich steuerlich ansässig sind. ACX bietet umfangreiche Ressourcen und Unterstützung, um den gesamten Prozess von der Produktion bis zur Veröffentlichung zu erleichtern.

  1. Zugang zu professionellen Erzählern: ACX bringt Autoren mit talentierten Erzählern zusammen. Autoren können sich Hörproben anhören und den perfekten Erzähler für ihr Buch auswählen.
  2. Produktionsdienstleistungen: ACX bietet Werkzeuge und Anleitungen für die Aufnahme, Bearbeitung und Produktion von Hörbüchern. Autoren können entweder selbst aufnehmen oder professionelle Studios nutzen.
  3. Breite Reichweite: Durch die Veröffentlichung auf Audible, Amazon und iTunes erreichen Hörbücher ein globales Publikum. Dies ist besonders attraktiv für Autoren, die ihre Werke in den USA und UK bekannt machen möchten.
  4. Flexibilität bei der Rechtevergabe: Autoren können wählen, ob sie die Exklusivrechte an Audible geben möchten oder ihr Hörbuch auch über andere Plattformen vertreiben wollen.

Im Januar 2024 kam der erste Band der Highland Crime Serie auf Englisch heraus: Shadows Over Skiary – Highland Crime Campbell & Hartmann 1

Und nun ist auch das Hörbuch dazu fertig.

Offensichtlich hat ACX aber auch deutsche Sprecherinnen und Sprecher im Angebot und ich frage mich, ob es interessant sein könnte, meine Schottland-Krimis Schatten über Skiary, Im Dunkel von Skye und Die Toten von Avernish auch als Audiobook zu produzieren? In den letzte Wochen wurde ich immer wieder von Sprecherinnen kontaktiert, die das gerne machen würden.

Was sagt ihr? Würdet ihr meine Krimis gerne hören. Und wenn ja, wie? Von einer Frau oder einem Mann gesprochen? Ich selbst bin ein totaler Stimmenjunkie, von einigen kann ich gar nicht genug bekommen. Andere fällt es mir schwer ertragen. Die Stimme ist für mich bei Podcasts und Audiobüchern der entscheidende Faktor, ob ich sie hören möchte oder nicht.

Jetzt auch zum Hören

Ihr seht, ich denke beim Wandern und schmiede Pläne. Und nebenbei finde ich wunderbare Plätze und genieße in vollen Zügen. Frühstück am Strand. Was gibt es besseres? Könnt ihr die Wellen am Strand hören?

Frühstück am Strand

„Die Toten von Avernish“ erscheint!

Der neue Höhepunkt der Highland Crime Serie

Liebe Krimi-Fans,

es ist endlich soweit! Die lang erwartete Fortsetzung der Highland Crime Serie ist da, und sie verspricht, Euch erneut in den Bann von düsteren Geheimnissen und fesselnden Ermittlungen zu ziehen. „Die Toten von Avernish“, Band 3 der Serie um DI Robert Campbell und die deutsche Übersetzerin Isabell Hartmann, ist nun als eBook und Taschenbuch bei Amazon erhältlich und verspricht ein packendes Leseerlebnis, das Euch nicht mehr loslassen wird.

MacArthur blickte Campbell an. Seine Augen waren trüb, als hätte das Leben eine milchige Schicht Enttäuschung hineingegossen. Waren sie blau oder grün?

“Ich war nie wütend, nicht auf Gott, nicht auf das Schicksal und nicht auf die Taten der anderen. Es kommt, wie es kommt. Wir haben keinen Einfluss darauf, welche Richtung unser Leben nimmt. Ich verstehe es nur nicht. Wieso hat er das getan?“

In diesem neuesten Teil verschlägt es Issy erneut in die wilde Landschaft an der Westküste der schottischen Highlands. Doch dieses Mal steht mehr auf dem Spiel als je zuvor, denn nicht nur ein grausamer Mord erschüttert die kleine Gemeinde von Avernish, es gibt mehrere Tote und ihr Ableben ist rätselhaft. Als DI Robert Campbell und seine Kollegen am Tatort eintreffen, bietet sich ihnen ein Bild des Schreckens: Vier Leichen liegen im im Keller der Croft von Avernish, ein Selbstmörder in der Ruine hat die Polizei auf ihre Spur geführt. Einer der Toten ist ein deutscher Soldat.

Achnacarry, 3. Dezember 1942

Die Dunkle Meile ist für mich das Symbol der Qual geworden. Hier komme ich an meine Grenzen und ich weiß nicht, wie viel weiter ich noch gehen kann. Ich wurde genommen, weil ich schnell schwimmen kann. Sie brauchen gute Schwimmer für die feindlichen Landungen zu Wasser.

Während die Ermittlungen voranschreiten, stoßen Campbell und sein Team auf lange gehütete Familiengeheimnissen. Unterstützt wird er dabei von Isabell Hartmann, der deutschen Übersetzerin, die nicht nur mit ihrer Sprachgewandtheit, sondern auch mit ihrem Scharfsinn und ihrer Beharrlichkeit einen entscheidenden Beitrag zur Lösung des Falls leistet, denn einer der Toten ist ein deutscher Soldat, der ein Tagebuch hinterlassen hat, das wichtige Erkenntnisse für den Fall erhält.

Gebannt blätterte Isabel Hartmann weiter. Ihr Tee wurde kalt und sie sah die goldene Abendsonne nicht, die sich über den Berge von Kintail ergoss. Erst ihr Handy riss sie zurück aus der Zukunft.

Issy, wollen wir uns direkt in der Kintail Lodge treffen oder soll ich dich abholen? Den Tisch habe ich für 20 Uhr reserviert. Rx

„Die Toten von Avernish“ wird Euch mit seinen vielschichtigen Charakteren, seinem atmosphärischen Setting und seiner fesselnden Handlung in seinen Bann ziehen und bis zur letzten Seite in Atem halten.

Also schnappt Euch eine Tasse Tee, macht es Euch gemütlich und taucht ein in die düstere Welt von „Die Toten von Avernish“. Wer „Schatten über Skiary“ und „Im Dunkel von Skye“ liebt, den wird Band 3 der Highland Crime Serie nicht enttäuschen.

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Bis bald zwischen den Seiten,

Nellie