Die Magie der Weihnachtskrimis: Geheimnisse der Highlands

Hallo, mein Name ist Tessa Baywood und ich freue mich sehr, heute hier zu Gast sein zu dürfen, und danke dir von Herzen, Nellie, dass ich meine Weihnachtskrimis auf deinem Blog ein wenig näher vorstellen darf.

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Wenn ich an Weihnachtsbücher denke, dann beginnt für mich alles nicht mit einer Handlung oder einer Figur, sondern mit einem Gefühl. Es ist dieses leise Innehalten, das sich oft schon Wochen vor den Feiertagen einstellt, ein kaum greifbarer Moment, in dem sich die Welt ein wenig langsamer zu drehen scheint und man sich nach Wärme sehnt, nach Kerzenlicht, nach Geschichten, die einen sanft umhüllen.

Vielleicht ist es genau das, was uns Jahr für Jahr zu diesen Büchern zurückkehren lässt. Weihnachten trägt stets beides in sich, das Leuchten und die leise Melancholie, die Erinnerung und die Gegenwart. Und irgendwo zwischen diesen Polen entstehen jene Geschichten, die uns besonders nahegehen, weil sie mehr sind als bloße Unterhaltung, weil sie etwas in uns berühren, das wir im Alltag oft überhören.

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Weihnachtskrimi schreiben und lesen – Die besondere Faszination festlicher Spannung

Mit der Zeit hat mich ein Gedanke nicht mehr losgelassen: Was geschieht, wenn man diese warme, beinahe vollkommene Weihnachtswelt ein kleines Stück aus dem Gleichgewicht bringt?

Denn gerade dort, wo alles von Harmonie erzählt, werden die feinen Risse umso deutlicher sichtbar. Ein festlich gedeckter Tisch, an dem nicht alle die Wahrheit sagen. Ein Lächeln, das einen Hauch zu lange verweilt. Eine Tradition, die vielleicht mehr verbirgt, als sie preisgibt.

Beim Schreiben meiner Weihnachtskrimis habe ich entdeckt, dass genau in diesem Spannungsfeld eine ganz eigene Form von Tiefe liegt. Es geht nicht allein um die Aufklärung eines Verbrechens, sondern um das Sichtbarmachen dessen, was unter der Oberfläche schlummert. Ein Mistelzweig, der für Nähe steht und doch zum stillen Zeugen wird. Ein Haus, das über viele Jahre hinweg mehr gesehen hat, als seine Mauern preisgeben. Oder ein Ort in der Natur, an dem man spürt, dass er nicht nur Kulisse ist, sondern eine eigene Geschichte trägt.

Vielleicht sind Weihnachtskrimis deshalb immer auch Geschichten über das Menschliche – über das, was wir zeigen, und über das, was wir sorgsam verbergen.

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Weihnachtskrimis in Schottland – Highlands, Atmosphäre und leise Geheimnisse

Und dann ist da die Frage nach dem Ort, an dem all dies geschehen darf.

Ich habe mich oft gefragt, ob meine Geschichten ebenso gut an einem anderen Schauplatz hätten entstehen können, und vielleicht wäre das möglich gewesen. Doch immer wieder führen sie mich ganz von selbst zurück in die Highlands von Schottland.

Dort, so empfinde ich es, liegt eine besondere Ruhe in der Landschaft, eine Weite, die nicht leer wirkt, sondern erfüllt von Erinnerungen. Alte Häuser stehen dort, als hätten sie die Zeit ein wenig langsamer erlebt als anderswo, und kleine Dörfer tragen ihre Geschichten in sich, oft unausgesprochen, aber doch spürbar.

Gerade im Winter entfaltet sich diese Stimmung auf eine ganz eigene Weise. Nichts ist überladen, nichts drängt sich in den Vordergrund. Stattdessen legt sich eine stille Zurückhaltung über alles, die jedes Detail, jede Begegnung, jedes unausgesprochene Wort intensiver erscheinen lässt.

Vielleicht ist es genau diese leise Tiefe, die Schottland zu einem so stimmigen Ort für Weihnachtskrimis macht.

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Mord & Mistelzweig – Ein cosy Weihnachtskrimi im schottischen Dorf

In „Mord & Mistelzweig“ führt mich die Geschichte in ein kleines Dorf, das sich eine Woche vor Weihnachten ganz der Vorfreude hingibt, bis ein Mord im Wald diese friedliche Stimmung erschüttert.

Gerade die Enge der Gemeinschaft, das vermeintliche Wissen umeinander, hat mich hier besonders interessiert. Jeder kennt jeden – und doch zeigt sich schnell, dass hinter den freundlichen Fassaden mehr verborgen liegt, als man zunächst vermuten würde.

Der Mistelzweig, der über allem schwebt, steht dabei nicht nur für Nähe und Tradition, sondern auch für jene leisen Momente, in denen man innehält und erkennt, dass nicht alles so ist, wie es scheint.

Weihnachtsmord auf Nellfield Hall – Ein Weihnachtskrimi im Herrenhaus

„Weihnachtsmord auf Nellfield Hall“ entfaltet sich in einem alten Herrenhaus, das durch Schnee von der Außenwelt abgeschnitten ist.

Mich hat an dieser Geschichte besonders gereizt, nicht nur die Familie selbst in den Mittelpunkt zu stellen, sondern vor allem jene, die im Hintergrund wirken. In der Küche, im Service, im Garten – dort entstehen oft die klarsten Beobachtungen, die ehrlichsten Einschätzungen.

Während oben im Salon gestritten und geschwiegen wird, entwickelt sich unten eine ganz eigene Dynamik. Und genau dort beginnt die eigentliche Suche nach der Wahrheit.

Das Herrenhaus wird so zu einem geschlossenen Kosmos, in dem sich Spannungen verdichten und langsam ihren Weg an die Oberfläche finden.

Stille Nacht – Mystischer Weihnachtskrimi in den schottischen Highlands

In „Stille Nacht – Dunkle Geheimnisse in den Highlands“ wird die Geschichte stiller, vielleicht auch eine Spur geheimnisvoller.

Die junge Polizistin Rowan MacNeill kommt in das abgelegene Dorf Lochmuir, auf der Suche nach einem Neuanfang. Doch die Idylle trügt. Als eine Leiche am Fuß eines alten Baumes gefunden wird, führen die Ermittlungen tief hinein in Legenden, in Erinnerungen und in Fragen, die sich nicht so leicht beantworten lassen.

Der Wald spielt dabei eine besondere Rolle. Er ist nicht nur Schauplatz, sondern wirkt beinahe wie ein eigener Charakter, ruhig, beobachtend, und doch voller Geschichten, die darauf warten, gehört zu werden.

Diese Verbindung aus Wärme und leiser Dunkelheit, fasziniert mich an Weihnachtskrimis immer wieder aufs Neue. Dass sie uns Geborgenheit schenken und zugleich den Blick für das öffnen, was im Verborgenen liegt.

Es sind Geschichten, zu denen wir in der stillsten Zeit des Jahres immer wieder zurückkehren.

Solltest du nun Lust verspüren, selbst ein wenig durch verschneite Dörfer zu streifen, alte Herrenhäuser zu betreten oder den Schatten eines Waldes zu folgen, so findest du alle drei Bücher derzeit als E-Book für 1,99 bei Amazon.

Und wenn du nach der Lektüre eine Rezension hinterlassen möchtest, sei es nur ein kurzer Eindruck, so würde ich mich sehr darüber freuen.

Ich danke dir fürs Lesen, fürs Verweilen – und vielleicht auch fürs Weitertragen dieser kleinen Winterwelten.

Deine Tessa

Erlebe Coorie: Achtsamkeit und Wärme im Alltag

Wenn der Herbst Einzug hält und Schottland in neblige, goldene Farben hüllt, gibt es kaum eine bessere Zeit, um über einen Begriff zu sprechen, der in Schottland für Wärme und Gemütlichkeit steht: coorie. Während in Skandinavien hygge gefeiert wird, haben die Schotten ihr ganz eigenes Konzept, das die Freude an Behaglichkeit, innerer Ruhe und der Verbindung zur Natur vereint.

Was bedeutet Coorie?

Coorie ist viel mehr als nur ein schottisches Wort für Gemütlichkeit. Es beschreibt eine Lebensweise, die darauf abzielt, das Einfache zu genießen und sich dem Moment hinzugeben. Gerade in den kalten Monaten geht es darum, sich mit einer dicken Wolldecke vor ein knisterndes Feuer zu kuscheln, einen stillen Spaziergang am Loch zwischen buntem Herbstlaub zu machen oder eine Tasse heißen Tee zu genießen, während draußen der Regen leise prasselt.

Coorie is a Scots word meaning „to stoop, bend, cringe, crouch for protection“ and „to snuggle, nestle.“ It has been appropriated and positioned as a „lifestyle trend,“ similar to the Scandinavian concept of hygge, which involves ideas such as cosiness. (Wikipedia)

Die Schönheit des Einfachen

Was coorie besonders macht, ist die tiefe Verbundenheit zur Natur und die Ruhe, die man in alltäglichen Momenten findet. Es erinnert daran, dass die wahre Schönheit oft in den kleinen Dingen liegt und dass jeder Augenblick, so einfach er auch sein mag, ein Geschenk ist. Während die Tage kürzer und die Nächte kühler werden, lädt uns coorie dazu ein, innezuhalten, Kraft zu tanken und die wilde Schönheit Schottlands zu schätzen.

Warum Coorie?

In unserer hektischen Welt ist coorie eine Einladung zur Langsamkeit und Achtsamkeit. Es hilft uns, den Stress des Alltags loszulassen und bewusst Momente der Wärme und Zufriedenheit zu schaffen – ganz ohne viel Aufwand. Statt der Jagd nach Perfektion geht es bei coorie darum, das Unperfekte, das Natürliche und das Authentische zu feiern.

Ein wenig Coorie für Zuhause

Ob du in Schottland lebst oder nur vom Fernweh nach den Highlands getrieben bist – coorie kannst du überall erleben. Vielleicht ist es das Lesen eines Buches bei Kerzenschein, das Kochen einer wärmenden Suppe oder das Spazierengehen in der Natur, wenn die Luft frisch und klar ist. Diese kleinen Momente der Verbundenheit mit der Umgebung sind die Essenz von coorie.

Gerne mit Buch

Ein gutes Buch gehört definitiv zur Welt von coorie – und was könnte besser passen als eine spannende Geschichte aus der rauen Schönheit der Highlands? Die Highland Crime-Serie und die Abenteuer Highlands-Reihe bringen die mystische Atmosphäre Schottlands direkt ins eigene Zuhause. Sich mit einem Krimi oder einem Abenteuer voller schottischer Landschaften, Geheimnisse und der Magie der Highlands einzukuscheln, ist der perfekte Weg, um in die Welt des coorie einzutauchen und einen Moment des Entspannens und Genießens zu erleben.


Fazit: Wärme und Magie des schottischen Herbstes

Der Herbst in Schottland bringt eine besondere Atmosphäre mit sich – eine Mischung aus Wildheit und Wärme, die es so nur hier gibt. Coorie ist eine Erinnerung daran, dass wahre Zufriedenheit oft ganz nahe liegt, in einem Moment der Stille, einem Hauch von Natur und dem einfachen Akt des Seins.

Lass uns diesen Herbst ein wenig coorie leben und die kleinen Dinge in ihrer vollen Pracht genießen.


Kreativer Schreibworkshop in Fort William: Eine inspirierende Erfahrung

Ich hatte viel Spaß, habe viel gelernt und neue Inspiration gewonnen. Eine Künstlerin wird allerdings nicht mehr aus mir, aber das war auch nicht die Aufgabe.

Den Workshop habe ich auf Social Media entdeckt. In Fort William. Wunderbar, dachte ich. Dann kann ich gleich noch einkaufen. Ich musste mich anmelden und bekam bald darauf die Betsätigung, dass ich dabei war. Die Teilnahme war kostenlos. Es wurde sogar Lunch angeboten. Beeindruckend, was Creative Scotland als Veranstalter anbot. 

Creative Scotland unterstützt Kultur und Kreativität in Schottland. Sie ist eine Entwicklungsorganisation, Geldgeber und Fürsprecher. Die öffentliche Einrichtung bietet Förderungen im kreativen Bereich an und wird von der schottischen Regierung finanziert. (Quelle: https://www.creativescotland.com/)

Im Nevis Centre, einem Multifunktionsgebäude, das ich bisher nur von Corona-Impfungen kannte, hatten Morag und Mairead Tische aufgebaut, auf denen allerlei Utensilien angeboten wurden, mit denen man malen, zeichnen, kleben und schneiden konnte – buntes Papier, Kohlestifte, Treibholz, Stoffe, Zeitschriften. Ein Festival an Farben und Möglichkeiten. 

Die Teilnehmerinnen waren ausschließlich Frauen, nicht mehr als eine Handvoll. Am Vormittag standen Schreibübungen auf dem Programm, am Nachmittag wurde das Schriftliche mit dem Kreativen verbunden. Für mich eine ganz neue Erfahrung, die sehr viel Spaß gemacht hat. 

Jede Teilnehmerin hatten ein Artefakt mitgebracht. Ich eine Muschel vom Strand in Sandig, dem Ort an dem Gavin Maxwell gelebt hat und in „Schatten über Skiary“ meine erste Leiche an Land gespült wurde. Aus den Schreibübungen habe ich viel für mein eigenes Schreiben mitgenommen: Wie schmeckt eine Muschel? Wie riecht sie? Wie fühlt sie sich an? Die Erinnerung, die anderen Sinnen beim Schreiben nicht zu vernachlässigen, wird mir bleiben. 

Leider habe ich keine Begabung zu malen oder zu Zeichen und trotzdem hatte ich Spaß. Wie kann man einen Efeuzweig blind und mit links malen? Man kann, irgendwie. 

Am Ende suchten wir uns ein Foto und ein Zitat aus und schrieben in einer Viertelstunde eine kleine Geschichte – Inspiration für etwas Längeres. Definitiv.

So viele spannende Dinge sind passiert an einem ganzen Tag mit vielen wunderbaren Frauen. Leider schrieb keine von ihnen, einige dachten darüber nach. Ich hatte gehofft, andere Schriftsteller der Region zu treffen, um mich mit ihnen über ihre Erfahrungen auszutauschen. Das war leider nicht der Fall. Schade. Aber vielleicht klappt es beim nächsten Mal. 

Falls jemand, der auch in Schottland lebt und schreibt, diesen Blog liest – melde dich. Ich würde mich sehr gerne austauschen.

Thank you Morag & Mairead @CreativeScotland