Abenteuerlustig?

Dann schaut doch mal bei Amazon vorbei!

Nach Abenteuer Highlands – mein etwas anderes Leben im schottischen Hochland ist Nellie Merthe Erkenbach mit Abenteuer Highlands 2.0 – zwischen Schwarzwald und Schottland ein weiteres wahres, humorvolles und herzerwärmendes Buch gelungen, in dem zwischen den Zeilen ihre tiefe Liebe für das Land ihrer Liebe durchscheint – Schottland.

Auf in neue Abenteuer Highlands, wo buchende Baroninnen und denkwürdige Dudelsackspieler den Alltag beherrschen, Poeten und tapfere Schneiderlein mit Monstern kämpfen, Moorleichen gar nicht so gruselig sind und Hexen und Geister ganz selbstverständlich. Von Extrawürsten und gefährlichen Frühstücken und der Kunst, trotz Corona und Brexit ein glückliches Leben in der Fernbeziehung hinzubekommen

Noch Platz im Bücherschrank?

Dann schaut doch mal bei Amazon vorbei!

Schottland für stille Stunden ist kein klassischer Reiseführer, hier finden sich keine Touristenziele oder Öffnungszeiten. Schottland für stille Stunden führt vielmehr an weitgehend unbekannte Orte und erzählt historische, abgründige, romantische oder lustige Geschichten durch die Jahrhunderte. Entdecken Sie die Seele anstatt der Sehenswürdigkeiten Schottlands, Tipps aus dem wahren schottischen Leben und Orte, die es möglich machen ein Land so zu erleben, wie es wirklich ist. Mit dem Reiseinspirationsbuch kann man dieses wunderbare Land vor Ort ohne Trubel ganz anders erfahren oder sich einfach zu Hause auf dem Sofa hinein träumen. Der Reiseführer in die Seele Schottlands beschreibt Schottland für Fortgeschrittene, die aufregende Geschichte, die atemberaubende Natur und die fast vergessenen Orte abseits der Touristenströme von Arthur’s Seat, Loch Ness oder Glencoe und dennoch mitten im Herzen Schottlands.

Tartan Noir

Vor ein paar Jahren hatte ich die skandinavische Phase, verschlang Krimis aus Schweden, Island, Dänemark. Die Detektive aßen Rentiersalami, kämpften sich durchs ewige Eis und bewunderten die Nordlichter. Es hat ein wenig gedauert, bis ich  mich ein wenig tiefer in die schottische Kriminalliteratur eingelesen hatte,  aber dann gab es kein Zurück mehr.  Jetzt gibt es Whisky, tückische Moore und blutige Steinkreise. Tartan Noir! 

Scottish crime novels

Der Trend Tartan Noir ist bei den Buchveröffentlichungen nicht zu leugnen. Es gibt sie in Massen, die schottischen Krimis, nicht alle auf Deutsch, aber ich lese sie ohnehin nur im Original. Ob es am fehlenden Markt oder an der Schwierigkeit liegt, einen adäquaten Übersetzer zu finden kann ich nicht sagen. Allein schon dieses Zitat aus Margaret Kirks Shadow Man ist eine echte Herausforderung.

Die Schotten verwenden das Wort body nicht nur im Sinne von Leiche sondern auch im Sinne von Mensch, wie in somebody. Wobei in einem Krimi das Wort body selbstverständlich eine eigene Konsequenz hat. Was für ein brillanter Einstig in einen Krimi.

Ian Rankin books

Klassiker sind natürlich seit vielen Jahren der einst bahnbrechende Ian Rankin, dessen Whisky vernichtender Inspector Rebus auch als Verfilmung besonders gelungen ist. Er ermittelt in Edinburgh, der Stadt, die geschaffen ist für Mörder und schreckliche Taten. Die Gassen sind alt und dunkel und die Geschichte grausam und blutig. Düsterer als Edinburgh in einer kalten Novembernacht kann eine Stadt nicht sein. Naja. Sieht man mal von den Touristenströmen ab, die auf Ghost oder Crime Walks die dunklen Ecken der Stadt mit ihren Selfies erleuchten.

Es gibt die schottischen Schriftsteller, deren Bücher in Schottland spielen und die, deren Helden im benachbarten England ermitteln. Val MacDermid, stammt aus Kirkaldy in Fife und lebt nach einem Ausflug nach England inzwischen in Edinburgh. Sie hat mehrere Ermittler zu Papier gebracht, die aber meist außerhalb von Schottland ermitteln. Ihre Fähigkeit, Spannung aufzubauen ist unerreicht, und ich frage mich, ob es ein Buch von ihr gibt, das ich nicht gelesen habe.

Ganz weiblich wird es bei der erfolgreichen Lin Anderson, die wie ich neben der Lust am Schreiben auch eine Leidenschaft für ihre Harley pflegt. Ihre Heldin ist Dr. Rhona MacLeod, eine forensische Pathologin, die vor allen gerne auf abgelegenen kleinen Inseln vor der schottischen Küste oder anderen skurrilen Orten versucht, Mördern Einhalt zu gebieten. Der dazugehörige Ermittler ist DI Michael McNab und die Reihe hat inzwischen schon erstaunliche Ausmaße angenommen.

William McIlvanneys Laidlaw Romane spielen in der Glasgower Unterwelt. Es geht hart zu in seinen Krimis, es ist eben Glasgow. Fast noch lieber mag ich seine anderen Romane, wie Docherty (William McIlvanney: Docherty. Canongate, Edinburgh, 1975) die viel über das Leben der Arbeiter im frühen 20. Jahrhundert erzählen. Von ihm stammen wunderbare Sätze

„It appeared to her that the sins of the fathers were the sons.” (Es schien ihr, als seien die Sünden der Väter ihre Söhne.)

Oder

„Dead hopes lay heaped in her like a mass grave.” (In ihre häuften sich unerfüllte Hoffnungen wie in einem Massengrab.)

Denzil Meyricks DCI Daley stammt ebenfalls aus Glasgow aber ermittelt gerne weg von der Großstadt, auch, um seiner problematischen Ehe zu entfliehen. Ein wenig Grusel mit einem Schuss dunklem Humor. Und die Leichen häufen sich.

Stuart MacBrides DS Logan MacRae ermittelt an der Ostküste im Großraum Dundee und Perth. Auch seine Krimis sind in gewisser Weise voller Humor sehr blutig und etwas Dialog lastig.

Alex Gray hat DCI Lorimer zum Leben erweckt und schickt ihren Ermittler in Glasgow auf Verbrecherjagd.

Und dann wäre da noch Margaret Kirk, die sich inzwischen noch spezifischer als Tartan Noir unter Highland Noir einordnen lässt und deren DI Lukas Mahler in Inverness Morde aufklärt. Das hat für mich eine ganz besondere Faszination, weil ich da nun wirklich alle Orte kennen, die Mahler aufsucht. The Shadow Man lese ich gerade.

Vielleicht sollte ich das alte Manuskript aus den Tiefen meiner Festplatte ausgraben, mein erster Versuch eines Krimis, der an der schottischen Westküste spielt.  Der will noch geschrieben werden.

Was ich aber schon geschrieben habe ist Abenteuer Highlands 2.0 – zwischen Schwarzwald und Schottland, das ist der zweite Teil von Abenteuer Highlands – mein etwas anderes Leben im schottischen Hochland. Das Buch ist gerade als eBook und Taschenbuch bei Amazon erschienen. Und ja, der ein oder andere Mord kommt auch darin vor!

Abenteuer Highlands 2.0 zwischen Schwarzwald und Schottland

Abenteuer Highlands 2.0 ist bald da!

Es ist schon ein Weilchen her, dass ich Abenteuer den Highlands – mein etwas anderes Leben im schottischen Hochland geschrieben und nach dem Rückzieher des Verlags wegen Einstellung der Reihe, in der das Buch erscheinen sollte, das Werk schließlich im Selbstverlag veröffentlicht habe. Seither habe ich zwei weitere Bücher geschrieben, eigentlich drei: Riding Towards Shadows, das 2018 erschienen ist und Schottland für stille Stunden, das zum Jahresende 2020 rauskam. Das gibt es 2021 auch auf Englisch und wird Scotland for Quiet Moments heißen. Wer also gedacht hat, ich sitze in meiner wunderbaren Schreibhütte, schaue aufs Meer und tue nichts, der liegt völlig falsch. Allen Stromausfällen und Sturmschäden zum Trotz: ich habe weitergeschrieben und hier ist er nun, der zweite Teil von Abenteuer Highlands. Der ein oder andere von euch hat schon darauf gewartet.

Abenteuer Highlands 2.0 – zwischen Schwarzwald und Schottland

Abenteuer Highlands 2.0 zwischen Schwarzwald und Schottland

Inzwischen lebe ich seit 10 Jahren in meiner schottischen Fernbeziehung und habe nach dem anfänglichen Gefühl des entscheiden Müssens sehr bald gemerkt, dass eine Seele mehr als nur eine Heimat haben kann. Ich habe zwei zu Hause: eines im Schwarzwald, wo ich gerne lebe, gerne esse und meine Arbeit habe und eines in den Highlands, wo ich schreibe, und meine Zeit mit dem Mann an der großen Weite der Westküste Schottlands genieße. Das eine schließt das andere nicht aus, im Gegenteil, es lässt Dinge klarer werden und man macht sich bewusster, was man will und womit man seine Zeit verbringen möchte.

Der besondere Charme an diesem Lebensentwurf: beide Leben sind gänzlich unterschiedlich. Das deutsche ist hektisch und aufregend, meine Arbeit beim Fernsehen abwechslungsreich, ich reise viel, nach Russland, China, Japan, Brasilien und genieße die Vorzüge des Stadtlebens. In den Highlands dagegen wird es still und ruhig, zurückgezogen. Ich lese viel, wandere und schreibe. Diese Seite meines Lebens gibt mir die Kraft, das Hochgeschwindigkeitsleben in Deutschland mit Freude und Energie anzupacken.

Die Zeit, in der wir getrennt sind, überbrücken wir durch Social Media und ein tägliches Skype-Gespräch von einer Stunde. Und mal ehrlich, in wie vielen Beziehungen spricht man täglich mindestens eine Stunde miteinander? Ein solch intensiver Austausch wird im Alltag oft vernachlässigt. Ich liebe dieses Leben, das ich führe und was als Abenteuer in der Fremde begann, ist nun ein Leben in zwei Welten geworden. Aber auch das kann abenteuerlich sein. Ihr werdet schon sehen!

In Abenteuer Highlands habe ich euch durch ein Jahr in Schottland geführt. Dies sind die wahren Geschichten, die ich in den Jahren seither in meiner Fernbeziehung mit einem Schotten erlebt habe. Nicht in der zeitlichen Reihenfolge, in der sie passiert sind, die bekäme ich gar nicht mehr richtig auf die Reihe, der Mann und ich sind schon so lange ein Paar. Die Struktur ist nicht die Zeit, sondern das Wort, von A – Z: A wie Aberglaube, B wie Banff, C wie Corona usw.

Amüsiert euch über buchende Baroninnen und denkwürdige Dudelsackspieler, lernt Poeten und tapfere Schneiderlein kennen, gruselt euch über Moorleichen, Hexen und Geister, lacht über Extrawürste und gefährliche Frühstücke und findet heraus, wie man trotz Corona und Brexit ein glückliches Leben in der Fernbeziehung hinbekommt.

Taschenbuch und Ebook erscheinen demnächst auf Amazon. Ihr erfahrt natürlich hier, wann es soweit ist.

 

Das Lied vom Abendrot

Rubha Ardnish Isle of Skye

Die Kommentare hier auf dem Blog und anderen Blogs, denen ich folge, haben mich dazu inspiriert, etwas mehr über schottische Literatur zu schreiben. Ich möchte dabei den Blick nicht auf aktuelle Autoren wie Lin Anderson oder Louise Welsh lenken sondern mehr in die Vergangenheit eintauchen. Ich hoffe auch die Klassiker stoßen bei Euch auf Interesse. Schließlich beschreiben sie auf ganz eigene Weise das Land, das wir alle lieben.

Lewis Grassic Gibbon: Sunset Song

book cover Sunset Song

Die Mearns südlich von Aberdeen, sind auch bekannt als Kincardineshire: Sanfte braune Hügel, Weideland und Ackerbau, einer der wenigen fruchtbaren Landstriche in denen die schottische Erde ihren Bewohnern reichlich Nahrung schenkt. Die Küste ist felsig, die Hügel durften nach Wachstum.  Beständigkeit und das tiefe, wurzelgleiche Ruhen der Menschen in der Landschaft bestimmen die Region im Osten Schottlands.

Lanschaft mit Heuballen

Der Schriftsteller Lewis Grassic Gibbon lebte eine tiefe Liebe zu diesem Land seiner Geburt. Sein richtiger Name war James Leslie Mitchell, er war der Sohn eines Bauern in Arbuthnot. Dieses Stück Schottland trug er im Herzen und er trug es in die Herzen der Schotten. Seine Trilogie A Scots Quair zählt zu den zentralen Werken der schottische Literaturgeschichte und nimmt im 20. Jahrhundert eine ganz besondere Stellung ein. Ohne zu romantisieren und mit einem tiefgehenden Verständnis für seine weibliche Hauptfigur Chris Guthrie schildert Gibbons das harte Leben in den Mearns zu Beginn des 20. Jahrhunderts: eine Zeit der Kriege, der harten Arbeit und der Verluste aber er erzählt auch von Liebe, von der zu den Menschen, die man findet und verliert und von der Liebe zum Land, das immer währt und nie vergeht. Althergebrachte Werte trotz aller Sozialkritik, die in seinem Werk steckt.

“The land was forever, it moved and changed below you, but was forever.”

Lewis Grassic Gibbon: Sunset Song. Canongate Classics 12, Edinburgh, 1932

Das Land war für immer, es bewegte sich im steten Wandel unter deinen Füßen und blieb dennoch ewig gleich.

Gibbon nimmt seine Leser durch das Jahr. Mit dem Pflügen lernt Chris die Liebe zum Land und das Verständnis von Beziehungen, die Furchen werden gezogen als die Mutter Selbstmord begeht, der Vater einen Schlag hat und die Familie auseinander bricht. Als die Saat auf die Äcker kommt, heiratet sie Ewan, ihr Vater stirbt. Die Ernte zeigt die Folgen des Ersten Weltkriegs auf die kleine Gemeinschaft. Chris verliert ihren Mann und ihren Freund Rob im Krieg. Nun, vor dem Winter, steht sie vor einem völlig neuen Lebensabschnitt und der neuen Liebe zu Reverend Colquhoun. Dieses neuen Leben beschreibt das zweite Buch der Trilogie.

Gibbon starb jung, er wurde nur 35 Jahre alt aber sein Lied vom Abendrot wird die Zeit überdauern, was vor allem an seiner starken Heldin liegt, die man mitnimmt aus den Mearns und die beim Leser bleibt, sie und die kraftvolle Einfachheit ihres Lebens in den tiefbraunen Hügeln der Mearns.