Wunder der Technik

Danke Herr Zennström!

Habe ich mich eigentlich schon einmal bei Ihnen bedankt?

Vielen herzlichen Dank Niklas Zennström!

Was wäre ich ohne Sie. Ohne sie wäre mein Zweitleben im schottischen Hochland nicht möglich. Ohne sie wäre eine Fernbeziehung über gut tausend Meilen und viele Jahre nicht möglich. Ohne Sie wäre mein Abenteuer Highlands schon längst zu Ende. Ohne sie wäre der Mann nur noch eine Erinnerung.

Tusen tack. Tausend Dank an Sie, den Erfinder von Skype.

Abenteuer Highlands Wunder der Technik Fernbeziehung SkypeDer Mann und ich skypen regelmäßig jeden Abend für eine Stunde und nur in Ausnahmefällen einmal zu einer anderen Uhrzeit oder gar nicht. Eine Stunde reden von Angesicht zu Angesicht, über den Tag und alle möglichen Belanglosigkeiten. Das ist mehr Redezeit als in manchen Beziehungen und nur so funktioniert das Fernverhältnis über die Monate der Abwesenheit. Nur mit Emails oder wie früher noch mit Briefen würde das nie und nimmer funktionieren. Skype macht’s möglich. Für uns und für Millionen andere.

Abenteuer Highlands Wunder der Technik Fernbeziehung SkypeMan sieht es in Hotels häufig schon beim Frühstück, dass Menschen mit ihren Lieben (lautstark) skypen. Mag ich total, vor allem, wenn ich noch nicht richtig wach bin. Ich bin immer versucht, den mir wildfremden skypenden Geschäftsreisenden einen leidenschaftlichen Kuss aufzudrücken und „Schatz komm zurück ins Bett!“ zu sagen, während sie mit Frau und Kindern skypen. Man sollte mich am frühen Morgen einfach nicht ärgern.

Der Mann und ich sind stille Skyper, wir sprechen von zu Hause oder aus dem Auto oder dem Hotelzimmer.

Abenteuer Highlands Wunder der Technik Fernbeziehung SkypeManchmal bringe ich etwas Abwechslung in unser Leben und verändere den Hintergrund. Dann setzte ich mich in den Lesesessel oder an den Schreibtisch im Arbeitszimmer oder vor den Kaminofen im Wohnzimmer. Aber meist sitze ich am Esstisch. Oder eben in irgendeinem Hotelzimmer in Russland, Frankreich oder Dortmund. Je nachdem, wohin mich die Arbeit gerade verschlägt. Aber ich denke immer an den Hintergrund, bin eben auch ein Nerd und beim Fernsehen, da macht man sich über so etwas wie den Hintergrund bei einem Interview Gedanken.

Abenteuer Highlands Wunder der Technik Fernbeziehung SkypeDer Mann ist nicht beim Fernsehen und deshalb was seinen Hintergrund angeht deutlich entspannter. Er hat eine Reihe Gitarren an der Wand aber meist ist es so dunkel in seinem Zimmer, dass man außer seinem Gesicht in vagem Dunkel nicht viel sieht. Der Mann ist wie Herr Zennström vom Fach, er versteht also auch die technischen Komponenten von Skype und warum es meist langsam ist. Sein Internet ist allgemein langsam da oben in der Einsamkeit. Ich verstehe vor allem, dass es wichtig ist für uns und unser Leben und die Monate, die wir uns nur auf dem Laptop sehen.

Manche Menschen finden sich übers Internet, der Mann und ich kannten uns schon. Aber wir halten uns übers Internet und leben in einer Beziehung, wie sie vor 20 Jahren noch nicht möglich gewesen wäre. Spannend eigentlich, dass es gerade die technologische Entwicklung ist, die das Leben in einer Fernbeziehung auch in der Einsamkeit der schottischen Highlands möglich macht. Einer Gegend, die so wenig technologisch anmutet, wie man es sich nur vorstellen kann.

Abenteuer Highlands Wunder der Technik Fernbeziehung Skype

 

So gut das auch funktioniert, die gemeinsame Zeit braucht es natürlich schon und die kann keine Technologie ersetzen. Aber wer weiß, vielleicht sieht auch das in 20 Jahren ganz anders aus. Vielleicht schickt man dann einfach seinen Avatar zum gemeinsamen Alltag ins andere Land. Keine Ahnung. ob ich mich damit anfreunden könnte. Kann es echt sein? The real thing?

Mögen Avatare Fleischkäse?

Abenteuer Highlands Wunder der Technik Fernbeziehung Skype

 

 

8 Gedanken zu “Wunder der Technik

  1. Guten Morgen Frau Erkenbach,

    Sie haben recht, jedoch ist so mancher Fortschritt sicherlich überflüssig (außer man sieht es unter dem Aspekt, dass Millionen Arbeitsplätze für Menschen geschaffen wurden, die die Probleme, die durch manche technische Errungenschaften entstehen, wieder gelöst werden – abstürzende Computer, Smartphones, die nicht das tun was sie sollen, Autos, die man nicht mal mehr ohne Bedienungsanleitung nutzen kann uvm..).

    Andererseits ist so Manches unglaublich wertvoll und hilfreich.

    Man kann z.B. von jedem Punkt der Welt aus arbeiten (für mich sehr wichtig in den Highlands – so lange das Internet mitspielt).
    Man findet (auch ohne Beifahrer, der Strassenpläne lesen kann) seine Ziele.
    Man muss nicht stundenlang herumfahren, um Dinge weit entfernt in der nächst größeren Stadt zu kaufen (ein Hoch auf Amazon).
    Man entdeckt aussergewöhnlich gute Bücher und lernt neue Autoren kennen, die dank Self-Publishing Ihre Geschichten erzählen (auch hier ein Hoch auf Amazon).
    Man liest interessante Blogs von Menschen, die auch Ihr Herz an die Highlands verloren haben und freut sich auf jeden neuen Beitrag (allerdings hofft man fast täglich dass bald der nächste erscheint!!! Jeden Sonntagmorgen finde ich übrigens einen guten Zeitpunkt, denn bei einer Tasse Tee dabei fängt der Tag damit richtig gut an)

    AirBnb, Reisebuchungen (auch wenn sie für manche kompliziert sind – ausser man kennt den Trick mit den Steinkreisen), digitale Fotografie, Übersetzungsprogramme (funktionieren allerdings nicht bei Highland-Schotten) sind auch ein paar von den tausend nützlichen Dingen, die der Fortschritt uns gebracht hat.

    Nur manchmal (je älter man wird) bekommt man Angst davor wohin das alles noch führen wird – vor allem, wenn man das Tempo der Entwicklungen betrachtet.

    Aber Gott sei Dank gibt es auch Orte, wo man so manche Neuheiten nicht braucht:
    Wettervorhersagen in den Highlands (man schaut aus dem Fenster und freut sich wenn die Sonne scheint), Facebook für „Pseudofreunde“ (man geht mit einem Gläschen Whisky zum Nachbarn und findet bei viel Herzlichkeit wirkliche Freunde), 4 K High End TV (wird einfach durch einen unvergesslichen Sonnenaufgang mit Blick aufs Meer vom nächsten Berg aus ersetzt)…

    Man muss das Beste draus machen und darf das wirklich Wichtige nicht aus dem Blick verlieren.

    Einen schönen Sonntag Ihnen und allen anderen Fans Ihrer Seiten

    Andreas Winzen

      • Liebe Nellie ( ich hoffe es ist in Ordnung wenn ich Sie beim Vornamen ansprechen – aber als der Ältere von uns beiden erlaube ich es mir einfach mal ..)
        Es war mir ein Vergnügen Ihren wunderbaren Geschichten auch mal etwas Sinnvolles hinzuzufügen.

        An dieser Stelle übrigens auch Dank zurück an Frau Kar, dass Ihr mein Beitrag auch gefallen hat.

        Ich hoffe, Sie stellen bald ein weiteres Buch fertig (da Sie ja mal vor kurzem angedeutet haben, dass Sie ab Weihnachten wieder loslegen..).
        Denn inzwischen hat sich sogar mein guter Freund, der eigentlich nur digitale Bücher liest, Ihre Abenteuer in Papierform „erlesen“ und wartet nun mit seiner Frau zusammen sehnsüchtig auf eine Fortsetzung. (Die er ja auch sogar wieder in Papierform lesen würde – er ist ja ein Gegner von Amazon und entsprechend nutzt er kein Kindle).
        Auch hier wäre übrigens wieder der positive technische Fortschritt zu erwähnen, denn so ein Kindle ermöglicht einem ja doch als Leseratte immer seine umfangreiche Bibliothek auf kleinsten Raum mitzunehmen. Und so eine angenehme Zusatzfunktion wie zum Beispiel eine Vergrößerung der Schrift (mit zunehmendem Alter leider erforderlich) wäre natürlich auf der nach Art von Herrn Guttenberg produzierten Büchern nicht möglich.
        (Schade übrigens, dass von solch einer bedeutenden Persönlichkeit nicht mal ein Grab existiert – an dieser Stelle möchte ich auch gestehen das ich selbst schon seit sehr vielen Jahren leidenschaftlich gern Friedhöfe besuche, nicht nur in Schottland. Und ich muss hier unbedingt ein Lob aussprechen für Ihren anderen Blog, wo Sie mit Ihrem journalistischem Instinkt sehr gut recherchierte Beiträge zu diversen Ruhestätten liefern).

        Nun werde ich in Erwartung weiterer Geschichten aus den Highlands von Ihnen meinen Sonntag gemütlich abschließen und hier in Bayern die Sonne genießen.

        Ich wünsche Ihnen, dass auch im Schwarzwald die Sonne scheint.

        Andreas Winzen

      • Jetzt fühle ich mich doch wieder sehr motiviert weiter zu schreiben und ja, bitte auf jeden Fall einfach mit Nellie ansprechen. Je mehr Zeit ich in Schottland verbringe, desto unnatürlicher erscheint mir die deutsche Höflichkeitsform Deshalb sehr gerne DU und NELLIE.

  2. liebe nellie,
    heute bedanke ich mich nicht nur bei dir, sondern auch bei herrn winzen. er hat es auf den
    punkt gebracht, man darf das wirklich wichtige nicht aus den augen lassen, egal wie schnell die welt sich dreht!

    du fragst ob avatare fleischkäse mögen, ganz bestimmt, auch wenn es vielleicht am anfang ein kampf des kennenlernens ist. damit hast du aber schon lange erfahrung mit dem mann und kein problem mehr ihnen das schmackhaft zu verpacken ;))))

    du hast mich heute in die vergangenheit versetzt. das „operational center“ erinnert mich immer wieder an meine arbeitszeit als mein büro das einzige im haus war, in dem es tageslicht und sonnenschein gab.
    wenn die men in black (incl. brille) zu mir kamen, war für mich die welt in ordnung, für die men in black meistens nicht, wer legt sich schon gern mit der buchhalterin an ;)) wenn es um stundenzettel und reisekostenabrechnungen geht, nicht mal die men in black ;)) tja, das haben wohl alle it spezialisten gemeinsam;)

    zum guten schluß, ich hab ihn gefunden, den steinkreis!!!! du glaubst es nicht, wir haben hier einen im schwarzwald. er steht in schömberg/schwarzenberg. also nix wie hin :)) und sollte das nicht klappen nehmen wir miraculix :)))

    ich wünsche dir einen wunderschönen restsonntag
    liebe grüße

    • Lieber Kar,
      Ich hatte ja keine Ahnung, ein Steinkreis hier bei uns im Schwarzwald. Das ist unsere Chance! 😂
      Und dass du dich noch an das „operational center“ erinnerst. Top! Das wird den Mann sehr amüsieren!
      Herzliche Grüße und noch einen sonnigen Restsonntag,
      Nellie

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